Die Nordreportage: Was geht, was kommt, was bleibt?

Norddeutsche Unternehmen im Krisenjahr 2020

Dienstag, 29. Dezember 2020, 18:15 bis 18:45 Uhr
Donnerstag, 31. Dezember 2020, 06:00 bis 06:30 Uhr

Am 11. März 2020 erklärte die WHO die Ausbreitung der Infektionskrankheit COVID-19 durch das Virus SARS-CoV-2 weltweit zur Pandemie. Bund und Länder beschlossen daraufhin weitgehende Einschränkungen für das öffentliche Leben in Deutschland. Viele Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern traf das unvorbereitet.

Vom Ladenverkauf zum Onlinehandel

Christian Pietsch muss sein Ledertaschenunternehmen umstrukturieren. © NDR/Populärfilm
Christian Pietsch strukturiert seinen Handel mit Ledertaschen um.

Für Christian Pietsch waren die Beschränkungen des öffentlichen Lebens ein massiver Einbruch. Er verkauft Ledertaschen, und das erfolgreich. Sein Label Gusti Leder betreibt 18 Läden in ganz Deutschland, das Hauptquartier liegt in Rostock. Schon Ende April war klar: Er muss Läden schließen. Weil seine Lieferanten keine Waren nach Deutschland verschicken können, räumt er seine Läden kurzerhand aus und versucht sein Glück im Onlinehandel.

Existenzen stehen auf dem Spiel

Auch bei Axel Buckentin aus Rostock standen plötzlich sechs Reisebusse still. Verunsicherte Reisegäste stornierten Fahrten.

Für Axel Buckentin und seine Mitarbeiter geht es um die Existenz. © NDR/Populärfilm
Für Bus-Unternehmer Axel Buckentin und seine Mitarbeiter geht es um die Existenz.

Bald hieß es für die gesamte Belegschaft: Kurzarbeit. Das Familienunternehmen Schröder Reisedienst gibt es seit 30 Jahren. Für Axel Buckentin steht neben seiner Existenz auch eine Familientradition auf dem Spiel.

Das Hotel The Grand in Ahrenshoop auf dem Fischland-Darß öffnete erst Ende Mai wieder. Zwei Monate lang musste Hotelchef Oliver Schmidt die komplette Hotelanlage schließen. Dann ging er mit seinen über 150 Mitarbeitenden in eine noch nie dagewesene Saison.

Autor/in
Cornelia Helms
Wiebke Possehl
Redaktion
Birgit Müller
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke