Die Nordreportage: Der Bremer Sträucherheld

Dienstag, 10. November 2020, 18:15 bis 18:45 Uhr
Donnerstag, 12. November 2020, 11:30 bis 12:00 Uhr

Sönke Hofmann will heimische Sträucher retten. Und das wird höchste Zeit, findet er. Denn in Norddeutschland ist jede dritte heimische Sträucherart vom Aussterben bedroht. Der Bremer Förster und NABU-Chef hat das nötige Fachwissen und findet dank seiner unterhaltsamen Art immer mehr Mitstreiter.

Sönke Hofmann arbeitet mit einer Baumschule zusammen, die extra für den Bremer Wildsträuchermarkt Pflanzen anbaut. Damit die zarten Gewächse frisch verkauft werden können, werden sie erst kurz vor Markteröffnung ausgehoben. Mehr als 50 Arten, die in kürzester Zeit sortiert werden müssen.

Sträucherkunde im Schnelldurchlauf

Sönke Hofmann gibt seinen Helferinnen und Helfern erst einmal einen Crashkurs in Sträucherkunde, damit nichts durcheinanderkommt. Die Vielzahl an Arten reicht von Fruchtsträuchern bis zu Giftsträuchern oder reinen Duftsträuchern.

Schon die Vorfahren wie der berühmte Ötzi nutzten ihr Wissen über Wildsträucher beim Nahrungssammeln, als Medizin und zum Waffenbau. Zudem sind die Sträucher für die heimischen Tiere lebenswichtig, vor allem als Nahrungsquelle.

Schön, aber wenig nützlich: Rhododendron

Sönke Hofmann erklärt beim Gang durch eine Schrebergartensiedlung, welche Pflanzen in Norddeutschland keinen großen Nutzen haben. Dazu gehört zum Beispiel der Rhododendron. Bei der Vogelbeerenernte überrascht der Fachmann die Laien: Er pflückt die Früchte direkt vom Baum und isst sie. Damit will er beweisen, dass Vogelbeeren auch für Menschen sehr vitaminreich sein können und gar nicht so giftig sind.

Die Nordreportage begleitet Sönke Hofmann durch vier lehrreiche Jahreszeiten, vom Anbau und Kauf über die Pflanzung der heimischen Sträucher, während der üppigen Blüte- und Erntezeit bis hin zum Rückschnitt.

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Leitung der Sendung
Thorsten Hapke
Redaktionsleiter/in
Joachim Grimm
Redaktion
Karoline Grothe
Autor/in
Joop Wösten
Produktionsleiter/in
Virginia Maassen