die nordreportage

Die Nordreportage: Rettungseinsatz für Christoph 42

Montag, 12. Februar 2018, 18:15 bis 18:45 Uhr
Dienstag, 13. Februar 2018, 02:10 bis 02:45 Uhr
Mittwoch, 14. Februar 2018, 11:30 bis 12:00 Uhr

Ein Pilot fliegt den Rettungshubschrauber "Christoph 42".

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"Christoph 42" ist der einzige Rettungshubschrauber in Schleswig-Holstein, der 24 Stunden am Tag einsatzbereit ist und auch in der Dunkelheit abhebt. Er ist in Rendsburg stationiert und kann aufgrund seiner Lage mitten in Schleswig-Holstein innerhalb von Minuten auch die Nord- und Ostseeinseln erreichen. Die fliegende Intensivstation wird von der von der DRF Luftrettung betrieben. Das NDR-Team hat drei Schichten der Luftrettung rund um die Uhr begleitet.

Er erste Einsatz am Tag

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Jede Landung ist eine Herausforderung für den Piloten. Denn meistens landet er auf unbekanntem Terrain.

Der erste Einsatz führt die fliegenden Retter auf einen landwirtschaftlichen Betrieb in der Nähe von Itzehoe. "Christoph 42" ist 15 Minuten nach der Alarmierung vor Ort. Beim Einkauf im Hofladen erlitt ein Kunde einen Herzinfarkt und wird bereits von Sanitätern eines Rettungswagens reanimiert. Notarzt Dr. Jan Wnent und Notfallsanitäter Thomas Osterbrink übernehmen am Einsatzort. Der Patient wird mit dem Hubschrauber in die nächste Klinik transportiert. Sein Zustand ist kritisch. Im Krankenhaus Itzehoe wird er den Kollegen der Kardiologie und der Intensivmedizin übergeben.

Einsatz bei Dunkelheit

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„Christoph 42“ ist der einzige Rettungshubschrauber in Schleswig-Holstein, der 24 Stunden am Tag einsatzbereit ist.

Es ist Dezember. Es wird schon an Nachmittag dunkel. Beim nächsten Einsatz kommen die Nachtsichtbrillen zum Einsatz. Die Brillen verstärken das Restlicht und sind ein wichtiger Sicherheitsfaktor, vor allem bei der Landung auf unbekanntem Terrain. Das Ziel des Einsatzes ist Amrum. Der Patient hat eine bekannte Herzvorerkrankung und klagte bei seiner Hausärztin über Luftnot und Leistungsminderung. Die Hausärztin entschied, den Patient zur weiteren Abklärung in ein Krankenhaus einzuweisen. Da ein bodengebundener Transport von der Nordsee-Insel zu lange dauern würde, fliegt Pilot Andre Lienenlüken den Mann nach Flensburg.

Zwangspause wegen "Schlechtwetter"

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Die Station der DRF Luftrettung ist an das Klinikum Rendsburg angegliedert. Die Landeplattform befindet sich auf dem Dach.

Während der Übergabe des Patienten in Flensburg hat sich das Wetter verschlechtert. Pilot Lienenlüke entscheidet, dass der Hubschrauber am Boden bleiben muss. Sicherheit geht vor. Weil die Crew schon den ganzen Tag im Einsatz gewesen ist, wird sie mit einem Auto abgeholt und die neue Crew für die Nachtschicht fährt nach Flensburg, um auf dort besseres Wetter zu warten. Zwei Stunden später reißt die dicke Wolkendecke auf. Jetzt kann "Christoph 42" starten und ist sofort wieder für Rettungseinsätze bereit.

Redaktion
Christian Pipke
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke
Autor/in
Sylvi Hoschke
Leitung der Sendung
Norbert Lorentzen