Die Ernährungs-Docs

Folge 13: Gicht, Reizdarm, Fettleber

Montag, 29. Juli 2019, 21:00 bis 21:45 Uhr
Dienstag, 30. Juli 2019, 01:35 bis 02:25 Uhr
Mittwoch, 31. Juli 2019, 06:35 bis 07:20 Uhr

Essen als Medizin: diesmal bei Gicht, Reizdarm und Fettleber.

Chat nach der Sendung
Telemedizin © fotolia Foto: Maksym Yemelyanov

Chat-Protokoll zu Gicht, Reizdarm und Fettleber

Gicht, Reizdarm, Fettleber - was darf ich da essen, was muss ich beachten? Ernährungs-Doc Jörn Klasen hat Ihre Fragen im Chat beantwortet. Das Protokoll zum Nachlesen. mehr

Gichtattacken durch Hausmannskost?

Wie viele kleine Nadelstiche: Jürgen H. leidet an den Schmerzen seiner Gichterkrankung. © NDR
Wie viele kleine Nadelstiche: Jürgen H. leidet an den Schmerzen seiner Gichterkrankung.

Seit sieben Jahren ist die Gesundheit von Jürgen H. durch Gicht beeinträchtigt. Die Gelenke schmerzen. Die Ursache: Durch einen erhöhten Harnsäurespiegel im Blut kristallisiert die Harnsäure aus und lagert sich ab. Matthias Riedl erklärt, er müsse dringend Purine weglassen. Diese stecken zum Beispiel in Sardinen oder Hering, ganz besonders in Leberwurst und Innereien - aber auch in Linsen und Bier, sogar in alkoholfreiem. Auch das Übergewicht von Jürgen H. trägt zur verstärkten Harnsäurebildung bei. Der 57-Jährige ist Lastwagenfahrer. Matthias Riedl zeigt ihm ein gesundes Gericht, das man auch auf einem Campingkocher zubereiten kann. Und der Doc hat zusätzlich einen Plan, wie Bewegung in den Alltag hinterm Steuer kommt. Werden die Maßnahmen weitere Gichtattacken verhindern können?

Den Reizdarm beruhigen mit einer Auslassdiät

Blähungen, Völlegefühl, Verstopfungen oder Durchfall: Die 23-Jährige Franziska K. leidet am Reizdarmsyndrom. © NDR
Blähungen, Völlegefühl, Verstopfungen oder Durchfall: Die 23-Jährige Franziska K. leidet am Reizdarmsyndrom.

Mindestens jeden zweiten Tag leidet Franziska K. unter Blähungen, Völlegefühl, Verstopfung oder Durchfall: Die Studentin aus Bremen hat einen Reizdarm, der ihr Leben stark beeinflusst. Dem will Anne Fleck mit einer FODMAP-Diät begegnen: Dabei handelt es sich um "fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide sowie Polyole", gemeint sind kurzkettige Kohlenhydrate und Zuckeralkohole. Die soll Franziska ab sofort weglassen, allerdings nur für drei Wochen. Auf Dauer ist diese Diät zu einseitig, betont die Ärztin. Danach soll Franziska K. die Lebensmittel nach und nach wieder zu sich nehmen und dabei ein Beschwerdetagebuch führen. Wird die 23-Jährige durch eine Ernährungsumstellung wieder ein normales Leben führen können?

Mehr Eiweiß, damit sich die Fettleber nicht entzündet

Zum Wohl: Jens L. soll eine Mahlzeit am Tag durch einen ärztlich verordneten Proteinshake ersetzen. © NDR
Zum Wohl: Jens L. soll eine Mahlzeit am Tag durch einen ärztlich verordneten Proteinshake ersetzen.

Immer wieder hört Jens L. von Ärzten dieselbe Frage: ob er schon lange so viel Alkohol trinke. Dabei trinkt der 50-Jährige aus der Nähe von St. Peter-Ording überhaupt keinen. Und trotzdem hat er seit 30 Jahren eine Fettleber! Ernährungs-Doc Jörn Klasen sagt, es handele sich um eine nichtalkoholische Fettleber. Jens L. habe Glück gehabt, dass sich das Organ noch nicht entzündet hat. Das Ernährungsprotokoll des Sozialarbeiters zeigt dem Internisten Klasen die Ursachen für die Leberverfettung auf: viel Müsli, viel Brot, Chips und vor allem jede Menge Süßigkeiten. Ab sofort soll Jens L. auf Eiweiß setzen: 1,2 Gramm je Kilo Körpergewicht, also fast 150 Gramm pro Tag. Eier, fettarmer Quark, Fisch, mageres Fleisch, Hülsenfrüchte und Nüsse stehen nun auf dem Speiseplan. Und gegen die Lust auf Süßigkeiten empfiehlt der Arzt eine Tasse Wermuttee, die Bitterstoffe unterdrücken die Sucht nach Zucker. Wird Jens L. die radikale Umstellung schaffen und so die Entzündung seiner Leber verhindern?

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