DAS!

Gast: Markus N. Beeko, Deutschland-Chef von Amnesty International

Montag, 23. August 2021, 18:45 bis 19:30 Uhr
Dienstag, 24. August 2021, 05:15 bis 06:00 Uhr

Seit mittlerweile 60 Jahren engagiert sich Amnesty weltweit für die Rechte anderer. Begonnen hat alles in Lissabon 1961: Während der Diktatur in Portugal schreibt Peter Benenson, ein britischer Rechtsanwalt, einen Zeitungsartikel: "The forgotten prisoners" - "Die vergessenen Häftlinge". Er fordert die Menschen auf, mit Briefen an die Regierungen für deren Freilassung einzutreten. Tausende folgen dem Aufruf. Es ist die Geburtsstunde von Amnesty International, und Benenson wird erster Generalsekretär.

Bald unterstützt Amnesty tausende Gefangene in immer mehr Ländern, und viele von ihnen kommen damals tatsächlich frei. 1977 wird dieses Engagement mit dem Friedensnobelpreis belohnt. Zu den größten Erfolgen zählen das Folterverbot der UN, die Einrichtung eines Hochkommissariats für Menschenrechte bei den Vereinten Nationen, die Schaffung des Internationalen Strafgerichtshofs und das Verbot von Rüstungsexporten, die zu Menschenrechtsverletzungen beitragen könnten. Der Kampf für Bedrängte und kritische Distanz zur Macht, das ist die DNA von Amnesty, bis heute finanziert nur durch Spenden und Mitgliedsbeiträge. Nach eigenen Angaben hat die Organisation rund zehn Millionen Unterstützer weltweit und Vertretungen in 70 Ländern. Doch die Aufgaben und Herausforderungen für die Organisation sind in 60 Jahren nicht geringer geworden.

Markus N. Beeko studiert zunächst Betriebswirtschaftslehre an der Uni Köln. Dann macht er Werbung für Salatöl und Streichkäse. Seit 2004 gehört er zur Führungsebene der deutschen Sektion von Amnesty International, seit fünf Jahren leitet er sie. Bei "DAS!" berichtet Beeko, wie ihn sein Weg zu Amnesty International führte und wie er sich hier konkret für Menschenrechte einsetzt.

Produktionsleiter/in
Martin Laue
Redaktionsleiter/in
Franziska Kischkat
Moderation
Inka Schneider
Redaktion
Sabine Doppler