Wie geht das? Munitionsbergung in der Ostsee

Mittwoch, 25. April 2018, 18:15 bis 18:45 Uhr
Freitag, 27. April 2018, 11:30 bis 12:00 Uhr

Ein Taucher nutzt einen Metalldetektor.

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Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Ostsee im großen Stil als Munitionsentsorgungsstelle missbraucht. Zehntausende Minen, Granaten und Torpedos aus dem Zweiten Weltkrieg liegen noch auf dem Meeresboden, auch vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns.

Die Bomben sind in die Jahre gekommen

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Nach der erfolgreichen Sprengung kehren die zwei Taucher zurück von der Sprengstelle zur "Deneb".

Bis zu 3.000 Kilogramm Munition gehen einem Fischer im Jahr ins Netz. Regelmäßig registrieren Erdbebenmessgeräte Detonationen im Meer. Die meisten Bomben sind inzwischen durchgerostet, so Kampfmittelexperten. Die Munitionsreste sind nicht nur für Fracht- und Fischereischiffe eine Gefahr, sondern stellen zudem eine Hürde für Energieversorgungsunternehmen dar, die große Offshore-Windparks errichten wollen und einen munitionsfreien Boden benötigen.

Sprengung oder Bergung?

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Ein Taucher des Taucherei- und Bergungsbetriebs "Baltic-Taucher" aus Rostock scannt den Boden mit einem Spezial-Messgerät.

Bevor die in die Jahre gekommene Munition in der Ostsee gesprengt wird, prüft der Bergungsdienst des Landes jedes Fundstück einmal mehr. Zu hoch ist die Gefahr, dass durch die Sprengung Meerestiere und -pflanzen getötet und zerstört werden. Zudem könnte das Meer durch austretende Giftstoffe verseucht werden. Das ist teuer und kostet viel Zeit. Daher werden Hightech-Roboter eingesetzt, um die Munition zu bergen. Dadurch sollen Firmen, die auf und in der Ostsee investieren und bauen wollen, schneller zum Ziel kommen.

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Autor/in
Jana Schulze
Thorsten Reinke
Redaktion
Birgit Müller
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke