Schätze der Welt

Heilige Berge - Die Sacri Monti in Oberitalien

Sonntag, 18. August 2019, 06:45 bis 07:00 Uhr

Vorstellung der neun Sacri Monti im Piemont und in der Lombardei. Seit 2003 sind sie Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes. Die neun Sacri Monti (Heilige Berge) von Norditalien sind weitläufige Kapellenanlagen und andere Pilgerstätten, die im späten 16. und 17. Jahrhundert auf Bergen und an Seen errichtet wurden und jeweils bestimmten Aspekten des christlichen Glaubens geweiht wurden. Zusätzlich zu ihrer symbolischen und spirituellen Bedeutung sind sie von großer Schönheit und gut an die Landschaft angepasst. Sie bergen zahlreiche Kunstwerke, wie Gemälde und Skulpturen.

"Ein neues Jerusalem"

Die neun Heiligen Berge, acht im Piemont, einer in der Lombardei, sollten als Pilgerstätten an die Stelle des verlorenen Jerusalems treten. "Ein neues Jerusalem", so steht es denn auch über dem Tor zu dem ältesten (1491) und bedeutendsten der Sacri Monti in Varallo am Fuße der Westalpen. In mehr als 40 Kapellen wird hier die Geschichte Christi erzählt. Mit lebensgroßen, wie lebendig wirkenden Figuren, die zu höchst expressiven und oftmals erschütternden Ensembles gruppiert sind.

Menschen finden hier Trost und Hilfe

Der Sacro Monte di Orta dagegen, bezaubernd über dem Orta-See gelegen, ist ganz dem Heiligen Franz von Assisi gewidmet und stellt ihn als zweiten Christus dar. Der Sacro Monte di Oropa schließlich ist ein echter Ort des Volksglaubens, eine riesige Wallfahrtsstätte in 1.200 Metern Höhe über der alten Stadt Biella. Seit Jahrhunderten suchen Menschen hier Trost und Hilfe bei der als wundertätig verehrten Schwarzen Madonna von Oropa.

Redaktion
Goggo Gensch
Regie
Andreas Schmidt
Autor/in
Andreas Schmidt
Redaktion
Christoph Bungartz

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