NaturNah: Ein Herz für Waschbären

Dienstag, 24. April 2018, 18:15 bis 18:45 Uhr
Donnerstag, 26. April 2018, 11:30 bis 12:00 Uhr

Heike Gronow und Tochter Mia bei der täglichen Fütterung der Waschbär-Waisen. © NDR/Hanse TV, honorarfrei

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In Mecklenburg-Vorpommern herrscht Waschbären-Alarm. Die Tiere kommen in Vorgärten, wühlen im Abfall oder wohnen unter Dächern. Hausbesitzer und Anwohner sind verzweifelt. Die eingewanderten Waschbären gelten zudem als gefährliche Räuber für Niederwild, Nestbrüter und seltene Arten.

Nicht so schlimm wie sein Ruf

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Heike Gronow und Tochter Mia bei der täglichen Fütterung der Waschbär-Waisen.

Doch stellen sie wirklich eine so große Gefahr dar? Für den Leiter des Nationalparks Müritz, Ulrich Meßner, liegt der Fall klar: Umfangreiche Forschungen belegen, dass der Waschbär längst nicht so schlimm ist wie sein Ruf. Die Tierschützerin Heike Gronow nimmt in ihrem Landhaus sogar verwaiste Waschbärenjunge auf, um sie großzuziehen. Sechs kleine Waschbären hat sie bereits. Die Muttertiere wurden von Jägern erschossen oder auf der Straße überfahren.

Wohin mit den aufgepäppelten Tieren?

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Richten Waschbären wirklich soviele Schäden an?

Heike Gronows Idee ist, die kleinen Waschbären aufzupäppeln und sie später auszuwildern. Theoretisch kein Problem. Aber die Realität sieht anders aus. In Mecklenburg-Vorpommern ist die Auswilderung von Waschbären verboten. Zoos und Tiergärten sind überfüllt und lehnen in der Regel die Aufnahme dieser Tiere ab.

Doch wohin mit den Waschbären? In jeder freien Minute fährt Heike Gronow durchs Land und führt Gespräche mit Nachbarn, Bauern und Jägern. Sie wirbt um Verständnis für Waschbären. Heike Gronow setzt im Konflikt Mensch gegen Waschbär vor allem auf Prävention, also den Schutz von Haus und Hof. Sie hilft Menschen, wenn sie unfreiwillig "Untermieter" bekommen, wenn Waschbären sich in deren Heim einfach einquartiert haben.

Autor/in
Matthias Kopfmüller
Redaktion
Christina Walther
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke