Land im Gezeitenstrom

Friesland zwischen Weser und Jade

Montag, 01. Juni 2020, 12:15 bis 13:15 Uhr

Ausgangspunkt einer Reise durch das niedersächsische Friesland ist das Land Wursten, am östlichen Ufer des Mündungstrichters der Weser, wo ein findiger Fischer die Krabbenpulmaschine erfand. Dort heißen die Krabben Granat.

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Krabbenfang in der Wesermündung.

Eine bunte Kutterflotte aus den kleinen Sielhäfen geht auf Granat-Fang. Ihr Revier ist das Wattenmeer, eine amphibische Welt. Bei Niedrigwasser kommt man trockenen Fußes über den Meeresgrund, begegnet Austernfischern auf den Salzwiesen und findet im Hinterland Röhrkohl - eine seltene Delikatesse die früher zum Alltag gehörte.

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Hansestadt Bremen.

Die "Schiffahrts-Compagnie Bremerhaven" hütet drei Oldtimer aus der großen Zeit der Dampfschiffe, wie den Dampfeisbrecher "Wal", der seit 70 Jahren noch immer in Fahrt ist. Auf einem Patrouillenboot der Küstenwache geht es weseraufwärts zur alten Hansestadt Bremen. Bis dorthin, rund 80 Kilometer weit, gibt es Ebbe und Flut, den Puls des Meeres, er schlägt auch in die Nebenflüsse wie die Hunte hinein.

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Prikkenstecken vor Minsener Oog.

Auf ihr können Frachtschiffe nur bei Hochwasser nach Oldenburg fahren. Sogar das Zwischenahner Meer, das eigentlich ein See ist, hat Verbindung zur Nordsee. Über die Jade gelangt man von Oldenburg zum Jadebusen mit dem weltweit einzigen schwimmenden Moor, weiter nach Butjadingen, zum Künstlerort Dangast und seinem originellen, nicht immer ernst zu nehmenden Kapitän. Mitten im Jadebusen steht der Leuchtturm Arngast. Die Prickenwege draußen in der Jademündung führen über das Wattenmeer zur Minsener Oog, einer kleinen unbewohnten Insel mit Vogelschutzstation.

Wilhelmshaven mit seinen mächtigen alten Marineanlagen, der moderne Tiefwasserhafen JadeWeserPort und das verträumte Hooksiel sind weitere Ankerpunkte auf der filmischen Reise durch diese ganz eigene Region im Strom der Gezeiten.

Redaktionsleiter/in
Dirk Neuhoff
Produktionsleiter/in
Daniel Buresch
Autor/in
Manfred Schulz
Regie
Manfred Schulz