Endstation Glück

Sonntag, 25. Juli 2021, 11:30 bis 13:00 Uhr

Eine Weltreise mit ihrem Mann Georg, das Nordkap sehen und Feuerland, das war in den Jahrzehnten der Familienphase Helenes großer Traum. Nach Georgs Pensionierung sollte es endlich so weit sein. Doch nach seinem überraschenden Tod fällt die Reise flach, stattdessen erbt Helene einen kreditfinanzierten, stillgelegten Landbahnhof und sonst nicht viel. Helene ist traurig und wütend zugleich, so hat sie sich den Neuanfang in ihrem Leben nicht vorgestellt.

Helene (Gundi Ellert, rechts) ist seit der Schulzeit mit Rosina (Gudrun Landgrebe) und Luise (Barbara de Koy) befreundet. Jetzt sind alle drei in einer Umbruchsituation und beschließen, wenigstens vorübergehend zusammenzuziehen. © NDR/SWR/Maria Wiesler
Helene (rechts) zieht mit ihren Schulfreundinnen Rosina und Luise zusammen.

Ihre beiden Freundinnen Rosina und Luise versuchen, sie zu trösten und aufzubauen, haben aber mit ihren eigenen Veränderungen zu kämpfen. Rosina lebt noch ganz in ihrer Karriere als Musicalstar in den USA, Buchhändlerin Luise in ihrem Kokon aus Büchern und Theorien. Aber die Bühnenangebote werden rar bei Rosina und Luise wurde die Wohnung gekündigt. Und so scheint es eine gute Idee, zumindest vorübergehend zusammen in den Bahnhof zu ziehen.

Der ehemalige Eisenbahner Arthur, der im Bahnhof Wohnrecht auf Lebenszeit hat, kann die spontane WG nicht verhindern, obwohl er sein Bestes gibt, die drei Frauen zu vertreiben. Ein Neuanfang? Für Helene immerhin eine Chance, sich den Ansprüchen ihrer leicht chaotischen Tochter Corinna zu entziehen. Alleinerziehend und im Gegensatz zu Helene ausgesprochen abenteuerlustig, erwartet Corinna von ihrer Mutter sowohl finanzielle Unterstützung als auch Betreuung für Tochter Lilly.

Helene versucht sich zu verweigern. Doch die eingeübten Verhaltensweisen lassen alle drei nicht wirklich los: Helene neigt weiterhin dazu, all ihre Pläne aufzugeben, sobald ihr jemand ein schlechtes Gewissen macht, und Luise bleibt vom Sterben fasziniert. Rosina wiederum arbeitet sich an ihrem Vater im Altersheim ab, der sie auch nach Jahrzehnten noch für ihre Berufswahl verachtet und ihr Luise als Vorbild vorhält.

Trotzdem: In kleinen Schritten schaffen es die drei, aus ihrem Zusammenleben im alten Bahnhof Kraft und Leichtigkeit für die Behebung der Widerstände des Lebens zu schöpfen.

Produktionsland
Bundesrepublik Deutschland
Produktionsjahr
2015
Schauspieler/in
Gundi Ellert als Helene
Gudrun Landgrebe als Rosina
Barbara de Koy als Luise
André Jung als Arthur
Julia Nachtmann als Corinna
Musik
Stefan Maria Schneider
Ivo Moring
Kamera
Clemens Messow
Autor/in (Drehbuch)
Regie
Karola Meeder
Redaktion
Dillberger, Franziska
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