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Sonntag, 10. Juli 2022, 07:35 bis 08:00 Uhr
Montag, 11. Juli 2022, 12:00 bis 12:25 Uhr

Zum Löschen in den Sack gesteckt

Bisher war das Löschen eines E-Autos für die Feuerwehr eine große Herausforderung. Vermeintlich gelöschte Batterien können sich auch 72 Stunden nach dem Löschen noch einmal entzünden. In manchen Fällen wird das Auto daher abgeschleppt und in einem Wassercontainer versenkt. Eine logistische Herausforderung, die nicht jede Feuerwehr leisten kann. Außerdem ist der Wasserverbrauch sehr hoch, das Auto ist definitiv ein Totalschaden. Der Tüftler und Feuerwehrmann Leo Steinhauser aus Dettingen will Abhilfe verschaffen und hat den Löschsack für E-Autos erfunden. Das brennende Auto wird abgelöscht, per Wärmebildkamera wird kontrolliert, dass die Batterie nicht heißer als 70 Grad ist. Danach wird das Elektroauto leicht angehoben, sodass der Löschsack unter das Auto gezogen werden kann. Dann wird das Fahrzeug eingepackt und der Löschsack teilweise mit Wasser befüllt. Die Batteriezellen werden durch das Wasser heruntergekühlt und können so nicht wieder in Brand geraten.

Hilfe für Helfer im Einsatz

Ein Feuerwehrmann aus Berlin entwickelte eine Brille, die Rettungskräfte schützen soll. Die Gläser der Brille können die Farbe von Blut herausfiltern. Der Feuerwehrmann selbst hatte eine PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) nach mehreren schweren Einsätzen erlitten. Er recherchierte und fand den Grund dafür in der Farbgebung des Blutes, die einen Trigger auslösen kann. Das spezielle Brillenglas soll nun schützen. Mehrere Feuerwehren und Rettungsstellen testen seine Erfindung jetzt.

Freie Fahrt für Rettungskräfte

Die Erfindung der HALI-Technologie ist eine intelligente Ampelsteuerung für Einsatzfahrzeuge. Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen, das Bundesministerium für Digitales und Verkehr und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt arbeiten gemeinsam an der Entwicklung. Und so funktioniert es: Satellitendaten werden von der HALI-Antenne auf dem Dach des Einsatzfahrzeuges empfangen. So wird permanent dessen genaue Position ermittelt und über Mobilfunk an den HALI-Computer im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt gesendet. Der berechnet die genaue Route des Einsatzfahrzeuges und kann die Ampeln auf der Route beeinflussen und für eine schnelle und sichere Fahrt auf Grün schalten.

Redaktion
Sara Helmig
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