Einfach genial!

Sonntag, 09. Januar 2022, 07:35 bis 08:00 Uhr
Montag, 10. Januar 2022, 11:35 bis 12:00 Uhr

Henriettes Geschichte: Roboter für die Pflege

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt forscht nicht nur an Technologien für den Weltraum. Vieles vom Know-how der Wissenschaftler und Ingenieure wird auch auf der Erde eingesetzt. Zum Beispiel in Projekten rund um das Thema Pflege. Es geht um Roboter, die sowohl Pflegebedürftigen als auch Pflegekräften das Leben erleichtern sollen. Henriette Fee Grützner schaut sich unter anderem einen Rollstuhl mit Robotergreifarm an, der im Notfall auch vom Pflegepersonal quasi aus dem Homeoffice ferngesteuert werden kann.

Tubenpresse

Jürgen Fabricius, Tüftler aus Paderborn, hat eine Vorrichtung entwickelt, mit der Tuben nahezu restlos und ohne großen Kraftaufwand ausgedrückt werden können. Das Besondere: Seine Tubenpresse wird dort fest installiert, wo man sie am besten gebrauchen kann. Sei es im Bad, in der Küche oder im Bastelkeller. So liegt sie weder irgendwo herum noch ist sie verschwunden, wenn sie gerade gebraucht wird.

Essbare Nudelverpackung

Die Produktdesignerin Amelie Graf hat eine essbare Nudelverpackung entwickelt. Sie besteht aus Cellulose, Maisstärke und einigen geheimen Zutaten. Nachdem sie ihre Funktion als Nudelverpackung erfüllt hat, wird sie nicht etwa weggeworfen. Die Tüte kann unter klarem Wasser gereinigt, dann klein geschnitten und in heißem Wasser aufgelöst werden. So dient sie als Soßenbinder für die Nudelsoße. Wer die Tüte nicht verzehren will, sie ist vollständig kompostierbar.

Mini-Feuerlöscher

Auf Platz eins der Brandursachen in Haushalten liegen Wäschetrockner, gefolgt von Fernsehgeräten und Kühlschränken. Tritt ein Kurzschluss auf, kann es schnell zu einem Feuer kommen. Um das zu verhindern, hat ein Team der Firma Job GmbH ein Mini-Löschsystem entwickelt, was direkt in Elektrogeräten integriert werden sollte. Es handelt sich um eine Ampulle mit einer speziellen Flüssigkeit, die bei Hitze platzt. Dabei entsteht ein Gas mit einer hohen Wärmeaufnahmekapazität. Das kühlt das Feuer unter den Entzündungspunkt.

Gleichzeitig unterbricht die geplatzte Ampulle den Stromkreislauf. Bei dem Bericht in "Einfach genial!" 2014 war die Entwicklung noch nicht abgeschlossen. Heutzutage ist die Erfindung zum Beispiel schon in elektronischen Anzeigetafeln eingebaut. Die Geräte eines großen Elektroherstellers, die mit der Ampulle ausgestattet sind, sollen in den Handel kommen. Die Firma plant auch, ihre Idee der Elektroauto-Industrie anzubieten, denn dort ist die Gefahr von Bränden hoch.

Redaktion
Sara Helmig
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