Alexa Feser - Die Wunderfinderin

Samstag, 22. Dezember 2018, 02:05 bis 02:50 Uhr

Die Sängerin Alexa Feser im Auto.

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Wenn sich Alexa Feser ans Klavier setzt und mit ihrer herben, gebrochen-schönen Stimme zum Gesang ansetzt, zieht sie ihre Zuhörer sofort in einen Bann. Hier steht eine Frau auf der Bühne, die konzentriert und ernsthaft Geschichten erzählt, die das Leben ihr zuwirft. Sie destilliert in ihren Texten Alltagsbeobachtungen, komprimiert sie zu Bildern und Metaphern. Wer will, kann die ganze Welt in ihren Songs entdecken oder auch nur die kleinen, ganz privaten individuellen Sehnsüchte und Träume.

2014 beginnt die Karriere

Mit ihrem bereits 2014 erschienenen Erfolgsalbum "Gold von Morgen" eroberte sich Alexa Feser schlagartig eine treue Fangemeinde. Es folgte 2015 die Teilnahme am deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest, Unser Song für Österreich und im gleichen Jahr eine Nominierung für den Echo in der Kategorie Rock/Pop national.

Eine Dokumentation ganz nah dran

"Die Wunderfinderin", der Titel dieser Dokumentation, ist einem Song ihres neuen Albums entlehnt. Er meint vor allem Alexa Feser selbst, ihren Blick auf die Welt, auf sich, auf das Leben. Die Musikerin lässt in diesem Film eine für das Pop-Business ungewöhnliche Nähe zu. Wir erleben Alexa Feser privat in ihrer Wohnung am Klavier, sehen sie mit den Musikerkollegen im Proberaum, fühlen mit ihr die Anspannung unmittelbar vor dem Auftritt und sind dabei, wenn sie mit ihrer Freundin Stephanie Stumph in Dresden unterwegs ist.

Das schwere Leben einer Künstlerin

Alexa Feser spricht auch über die Schwierigkeiten, die ihr als Künstlerin in Form von Vorbehalten und Vorurteilen begegnen. Deutlich wird, wie schwer es ist, als Künstlerin eigene Vorstellungen durchzusetzen, in einer Welt, die zu allererst nach Marketinggesetzen funktioniert. Der unbedingte Wille, einen eigenen künstlerischen Weg zu gehen, zieht sich durch alle Äußerungen dieser Musikerin. Es geht um Selbstbestimmung und Fremdbestimmung, um Sehnsüchte und Ängste, Träume und Liebe - und natürlich vor allem um Musik. Es gibt sehr berührende musikalische Momente in dieser Dokumentation, in denen sich alle Unruhe und jede Sehnsucht auf einen Punkt verdichten. Zum Beispiel, wenn Alexa Feser sich zu Hause an ihr Piano setzt und singt, ganz allein, ganz bei sich. Die Kamera agiert sehr nahe und hält trotzdem professionelle Distanz.

Zu Wort kommen auch künstlerische Weggefährten, wie der Hip-Hop-Musiker Curse. Auch er wird auf dem neuen Album von Alexa Feser, das den Titel "Zwischen den Sekunden" trägt, mit einem Gesangspart vertreten sein. "Die Wunderfinderin" ist ein Film von Falko Korth.

Redaktion
Pilz, Thorsten