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Türkei ohne Touristen: Terrorangst und Flüchtlingskrise im Ferienparadies

Montag, 15. August 2016, 22:00 bis 22:45 Uhr

Flüchtlinge, Terroranschläge, Putschversuch: In der Türkei herrscht Ausnahmezustand. Das Land ist nicht mehr Ferienparadies für Millionen Urlauber. Der Tourismus ist zusammengebrochen und die Branche steckt in einer tiefen Krise. Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat das auf die Türkei? Und auf die Menschen, die vom Tourismus leben?

Es gibt weniger Jobs im Tourismusgewerbe

Ein Filmteam besucht Antalya. Normalerweise drängen sich hier Touristen durch die enge Altstadt. In diesem Jahr bleiben viele Hotels geschlossen. Auch die All-inclusive-Hotels an der Küste sind nur wenig gebucht. Es gibt weniger Arbeit und gleichzeitig immer mehr Flüchtlinge aus Syrien, die auf illegale Gelegenheitsjobs hoffen.

Die Türkei steckt in einer wirtschaftlichen, politischen und sozialen Krise

Schon vor dem Putschversuch am 15. Juli dieses Jahres waren die Reisebuchungen im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent eingebrochen. Länder wie Italien und Spanien sind die Gewinner. Dabei hat der Tourismus einen enormen Stellenwert in der türkischen Wirtschaft. Viele Türken leben davon. Das Land, das für Europa die Flüchtlingsproblematik lösen soll, steckt in einer großen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Krise.

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Die Nationalgarde patrouilliert an einem Urlauberstrand in Tunesien. © imago/PanoramiC

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Redaktion
Barbara Schmitz
Autor/in
Johannes Höflich
Jo Angerer
Redaktion
Graebert, Jochen