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Illegale Autorennen - Der Kick, der Menschen killt

Montag, 10. April 2017, 22:00 bis 22:45 Uhr

Raser suchen den Nervenkitzel. Dass dabei Menschen verletzt oder getötet werden können, scheint sie nicht zu interessieren. Die Fahrer werden oft nur zu Bewährungsstrafen und wenigen Monaten Führerscheinentzug verurteilt, selbst wenn sie dabei Menschen töten. Warum ist das so? Die Länder Nordrhein-Westfalen und Hessen wollen das mit einem neuen Gesetz ändern. Und auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat angekündigt, härter gegen die Verkehrsgefährder vorzugehen.

Ein neues Gesetz ist auf dem Weg

Der Bundesrat hat im September vergangenen Jahres einen entsprechenden Gesetzesentwurf beschlossen. Rasen soll nun ein eigener Straftatbestand werden und es soll härtere Strafen geben: Laut Gesetzentwurf soll schon die Teilnahme an einem illegalen Rennen mit Führerscheinentzug und bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden. Kommt es zu schweren Unfällen mit Toten, drohen bis zu zehn Jahre Haft. Der Gesetzentwurf liegt zurzeit dem Bundestag zur Beratung vor.

In anderen Staaten zumindest scheinen härtere Gesetze geholfen zu haben. Seit es in der Schweiz strenge Gesetze gegen Raser gibt, sind die Unfallszahlen zurückgegangen.

Was hilft gegen illegale Autorennen?

Bis dahin versucht die Polizei mancherorts, mit Kontrollen gegen illegale Autorennen vorzugehen. In Köln wurde deshalb extra eine Ermittlungsgruppe gegründet. In der Dokumentation wird gezeigt, was ein Unfall, verursacht durch Raser, für die Betroffenen bedeutet und wie sie ein Leben lang mit den Folgen zu kämpfen haben. Und es wird die Frage gestellt: Was hilft wirklich gegen illegale Autorennen? Mehr Kontrollen? Härtere Strafen? Oder legale Ersatzrennen? Letzere bieten eine Art Ersatzdroge gegen ein geringes Startgeld. Im Gegensatz zu den illegalen Rennen geraten Unbeteiligte gar nicht erst in die Schusslinie.

Autor/in
Mathias Budzinski
Redaktion
Barbara Schmitz
Anna Herbst
Graebert, Jochen

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