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Die neuen Großeltern

Montag, 15. Dezember 2014, 22:00 bis 22:45 Uhr

"Bei Oma und Opa dürfen wir immer ein bisschen mehr als zu Hause", sagen Smilla und Anna. Beide haben jeweils einen festen "Großelterntag" in der Woche.

Oma und Opa: Mehr als nur Helfer in der Not

In Deutschland wird heute jedes dritte Kind unter sechs Jahren mindestens einmal wöchentlich von Oma und Opa betreut. Und bei gelegentlichen Babysittereinsätzen setzen sogar zwei Drittel aller Eltern auf ihre eigenen Mütter und Väter. Eine ganze Generation verlässt sich bei der Erziehung der Kinder auf Großeltern: finanziell und organisatorisch. Doch die Großeltern sind mehr als nur Helfer in der Not, sie sind wichtige emotionale Bezugspunkte für die Enkelgeneration. Und auch umgekehrt: Die Enkel geben vielen Großeltern einen Sinn im Leben, halten sie jung.

Senioren betreuen Kinder als Leih-Großeltern

Kinderbetreuung durch die Großeltern funktioniert aus den verschiedensten Gründen oft aber auch nicht: Oma und Opa leben in einer anderen Stadt oder sind schon verstorben. Vielleicht ist aber auch das Verhältnis zwischen Eltern und Großeltern der Enkelkinder gestört. Einrichtungen wie der Oma-Opa-Hilfsdienst in Bremen oder der Verein Jung & Alt e.V. in Hamburg helfen bei der Vermittlung von Senioren, die die Großeltern-Rolle übernehmen.

Was hat sich in der Großelterngeneration verändert?

Die Autorin Grit Fischer begleitet unterschiedliche Großeltern-Typen und ihre Enkel. Sie zeigt aber auch, was es für Großeltern bedeutet, wenn sie ihre Enkel nicht sehen dürfen. Die Dokumentation geht der Frage nach, welche Rolle Großeltern heute spielen. Ist es eine andere als früher? Und was hat sich verändert in der Großelterngeneration?

Redaktion
Kathrin Becker
Produktionsleiter/in
Michael Schinschke
Autor/in
Grit Fischer
Regie
Grit Fischer
Redaktionsleiter/in
Christoph Mestmacher-Steiner