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Der Wetter-Wahnsinn - Stürmisch und teuer

Montag, 08. Januar 2018, 22:00 bis 22:45 Uhr

Blick von einer Brücke auf eine Straße, die zu einem reißenden Strom geworden ist. Sturzflut im bayerischen Ort Simbach im Sommer 2016. © NDR/SpiegelTV

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Stürme, Starkregen und Sturzfluten: Immer häufiger wird Deutschland von schweren Unwettern heimgesucht. Im Sommer 2017 wurde nach sintflutartigen Regenfällen im Landkreis Goslar in Niedersachsen der Katastrophenalarm ausgerufen. Kleine Bäche waren zu reißenden Flüssen geworden, traten über die Ufer und fluteten Hunderte Häuser.

Auch das Fachwerkhaus von Doris und Peter Schrader in Rhüden/Seesen wurde durch die Wassermassen zerstört. Als sie das Haus vor 30 Jahren kauften, galt die Lage noch als vollkommen unbedenklich. Heute steht ihr Eigentum in der höchsten Unwetterisikozone und ist nicht mehr versicherungsfähig.

Ärger mit Versicherungen

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Autor Sebastian Bellwinkel hat Familie Schrader nach dem Unwetter über mehrere Monate mit der Kamera begleitet und dokumentiert, wie sie versucht, der Lage wieder Herr zu werden. Vom Schlammschippen nach der Flut bis zur Auseinandersetzung mit der Versicherung, die sich plötzlich auf Klauseln im Kleingedruckten beruft.

Noch schlimmer traf es ein Jahr zuvor Anfang Juni 2016 völlig überraschend das niederbayerische Simbach am Inn. Nach starken Regenfällen brach auch hier eine Sturzflut über den beschaulichen Ort herein und zerstörte ganze Straßenzüge. Sieben Menschen starben. Der Ort ist dennoch bis heute in die niedrigste Unwetterrisikozone eingestuft. Die Dokumentation zeigt am Beispiel der Bäckerfamilie Braumiller, wie die Menschen dort mehr als ein Jahr später immer noch mit den Folgen der Katastrophe zu kämpfen haben.

Beispiel einer verheerenden Sturzflut

Blick von einer Brücke auf eine Straße, die zu einem reißenden Strom geworden ist. Sturzflut im bayerischen Ort Simbach im Sommer 2016. © NDR/SpiegelTV Blick von einer Brücke auf eine Straße in dem bayerischen Ort Simbach. © NDR/SpiegelTV
Der Ort Simbach am 1.6.2016 (links) und heute. Zum Vergleich einfach den Schieberegler nach links oder rechts ziehen.

Einfluss des Klimawandels

Der ARD-Wetterexperte Sven Plöger verdeutlicht, welche Rolle bei den zunehmenden Unwettern der Klimawandel spielt. Und Versicherungsexperten erklären, welche Folgen das für Hausbesitzer hat.

In Niedersachsen sind zum Beispiel nur 18 Prozent der Hausbesitzer gegen die sogenannten Elementarschäden durch Hochwasser versichert. Der Rest muss im Fall der Fälle selbst in die Tasche greifen. Dabei geht der größte Rückversicherer Deutschlands Munich Re davon aus, dass es in Zukunft immer häufiger zu durch Starkregen verursachte Überschwemmungen kommen wird.

Die Dokumentation thematisiert dabei auch, wie der Mensch durch Flussbegradigungen, fehlende Rückhaltebecken und riskanten Maisanbau in Hanglagen Bedingungen schafft, die die wetterbedingten Folgen zusätzlich verschlimmern.

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