System Error - Wie endet der Kapitalismus?

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 22. September 2021, 00:00 bis 01:30 Uhr

Warum sind wir so besessen vom Wirtschaftswachstum? Warum treiben wir es immer weiter voran, obwohl wir seit über 40 Jahren wissen, dass die Wirtschaft auf unserem Planeten angesichts endlicher Rohstoffe nicht unendlich wachsen kann? Auf der Suche nach Antworten auf diesen großen Widerspruch unserer Zeit taucht der zweifache Grimme-Preisträger Florian Opitz ("Speed", "Der große Ausverkauf") tief ein in die Welt des real existierenden Kapitalismus, zeigt bisher verborgen gebliebene Zusammenhänge auf und legt die pathologischen Zwänge des Systems offen.

Der fatale Wachstumszwang

Warum sind wir so besessen vom Wirtschaftswachstum? Warum treiben wir es immer weiter voran, obwohl wir seit über 40 Jahren wissen, dass die Wirtschaft auf unserem Planeten angesichts endlicher Rohstoffe nicht unendlich wachsen kann? Auf der Suche nach Antworten auf diesen großen Widerspruch unserer Zeit taucht der zweifache Grimme-Preisträger Florian Opitz (Speed, Der große Ausverkauf) tief ein in die Welt des real existierenden Kapitalismus, zeigt bisher verborgen gebliebene Zusammenhänge auf und legt die pathologischen Zwänge des Systems offen. - Finanzschauplatz London - die City of London. © NDR/WDR/Port au Prince Film & Kultur Produktion GmbH
London ist einer der führenden Finanzschauplätze.

Dabei begegnet er nicht nur dem nach wie vor wichtigsten Analytiker des Kapitalismus, Karl Marx, der schon vor 150 Jahren im Wachstumszwang die Ursache für das Ende des Systems vorhergesehen hat.

"System Error" öffnet auch eine neue Sicht auf die Dinge. In jahrelanger Recherche ist es dem Regisseur gelungen, tief in die Welt des Wachstumssystems einzutauchen und hochkarätige, sonst sehr diskrete Vertreter dieses Systems zum Reden zu bringen, um so ihr Denken und die Wirkungsmacht der Wachstumsideologie besser zu verstehen. Es ist dieser unverdeckte Blick, der die Absurdität des Wachstumssystems und dessen kalte Logik für die Zuschauer*innen auf ebenso eindrucksvolle wie beklemmende Weise spürbar macht und ihnen dabei den Spiegel vorhält.

Regie
Florian Opitz
Autor/in
Florian Opitz
Redaktion
Timo Großpietsch