Kragenbären im Tigerwald

Mittwoch, 29. April 2020, 15:15 bis 16:00 Uhr

Der Bestand des Kragenbären in Südostsibirien schrumpft unaufhaltsam. Als der Forscher Alex Sedow in seinem Pachtwald keine Kragenbären mehr findet, befürchtet er, dass sie abgewandert sind. Sowohl Futtermangel als auch ihr Erzfeind, der Amur-Tiger, könnten sie vertrieben haben. Weil er sich Sorgen um den Fortbestand der Kragenbären macht, startet Alex Sedow eine Expedition in die Taiga: Wohin mögen die geschickten Kletterer abgewandert sein?

Durch das Dickicht Ussuriens

Ein Kragenbär markiert einen Baum. © NDR/BR
Der Bestand der Kragenbären nimmt ab.

Seine Suche ist ein lebensgefährliches und mühsames Unterfangen, das ihn tief in das unwegsame Dickicht Ussuriens führt. Ganz unerwartet taucht im Lager zumindest ein einsamer, verlassener Kragenbär auf: ein entkräftetes und verwaistes Jungtier. Alex bringt es zu einer Auffangstation, um ihm zu helfen. Dort soll es wieder zu Kräften gebracht werden.

Mit der Kamerafalle auf der Spur

Doch die Hoffnung des Forschers ist es, auch die übrige Bärenpopulation zu finden. Nach und nach entdeckt er, wo es genügend Futter gibt. Tatsächlich findet er dort auch Bärenspuren. Die Aufnahmen seiner Kamerafalle bestätigen ihm schließlich, dass die Kragenbären in den Wald zurückkehren. Erleichtert stellt Alex Sedow fest, dass sie ihr Refugium also nicht aufgegeben haben, sondern es wieder bevölkern und sich auch vom Amur-Tiger nicht verdrängen lassen.

Nun kann also auch das Bärenjunge, das sich mittlerweile gut erholt hat, ausgewildert werden und unter seinesgleichen ein hoffentlich langes und ungestörtes Leben führen.

Autor/in
Galina Kirsunova
Redaktion
Jana Mudrich
Quibeldey, Ralf