Gundermann Revier

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 23. Februar 2022, 00:00 bis 01:35 Uhr

Gerhard Gundermann war Baggerfahrer, Rockpoet und die "Stimme des Ostens". Ein außergewöhnlicher Mensch mit einer außerordentlichen Biografie voller Ecken und Kanten, für die das Lausitzer Revier und die einstige "sozialistische Wohnstadt" Hoyerswerda den Hintergrund bilden.

Seine Lieder als Brücke in die Gegenwart

Gerhard Gundermann in einer Talkshow 1990 © MDR/SFB
Gerhard Gundermann in einer Talkshow 1990

Der Film macht sich auf die Suche nach dem, was dieses Leben ausmachte, bevor es 1998 so plötzlich erloschen ist. Eine Lehrerin, Gundermanns ersten Wegbegleiter aus der Brigade Feuerstein, sein Tontechniker und enge Mitarbeitende erinnern sich. Aber auch die Silly-Musiker Uwe Hassbecker und Rüdiger "Ritchie" Barton, Andy Wieczorek von der Band Die Seilschaft und Conny Gundermann, seine Lebensgefährtin kommen zu Wort. Der Bürgerchor Hoyerswerda singt Gundermann-Lieder und versucht damit den Brückenschlag in die Gegenwart des Reviers, das sich gerade wieder einmal neu erfinden muss.

Ein Film mit Poesie und Musik

Wie in einem Brennspiegel bündeln sich in der Region und in Gundermanns Werk globale Fragen: nach Heimat, nach dem Ende der Arbeit, nach Utopien und individueller Verantwortung. Der Film erzählt mit Poesie und Musik, eingebettet in die Bilder einer gebrochenen Landschaft und mit vielen unbekannten Archivaufnahmen, über einen von jenen, die "die Welt nicht retten können, aber möchten/mit viel zu kurzen Messern in viel zu langen Nächten".

Autor/in
Grit Lemke
Regie
Grit Lemke
Redaktion
Ulrich Brochhagen
Großpietsch, Timo
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