Die gefährlichsten Schulwege der Welt

Philippinen - Der lange Weg durchs Gebirge

Samstag, 14. Dezember 2019, 13:15 bis 14:00 Uhr

Stundenlang müssen sie marschieren, klettern oder schwimmen, um in die Schule zu gelangen: Die Dokumentationsreihe "Die gefährlichsten Schulwege der Welt" zeigt Kinder aus der ganzen Welt, die ihren Schulweg unter extremen Bedingungen zurücklegen. Die kleinen Helden schrecken weder vor Eiseskälte noch tiefen Abgründen zurück, kämpfen gegen Überschwemmungen, begegnen wilden Tieren und haben doch nur ein Ziel vor Augen: ein besseres Leben.

Abkürzung durch den Dschungel

Die Kinder aus Madibago im Nordwesten der Philippinen haben einen der außergewöhnlichsten und gefährlichsten Schulwege der Welt. Denn um ihre Schule zu erreichen, müssen sie eine Steilwand mitten im Dschungel erklimmen. Lediglich ein paar Wurzeln geben den Schülern etwas Halt.

Diese Kinder aus Madibago im Südwesten der Philippinen haben einen der außergewöhnlichsten und gefährlichsten Schulwege der Welt.Denn um ihre Schule zu erreichen; müssen schon die Siebenjährigen eine Steilwand mitten im Dschungel erklimmen. Lediglich ein paar Wurzeln geben den Schülern etwas Halt. © MDR/Maximus Film
Lediglich ein paar Wurzeln geben den Schülern beim Klettern etwas Halt.

Auf der Halbinsel Zamboanga del Norte gehen Küste und Gebirge nahtlos ineinander über. Die elfjährige Aible wohnt direkt am Meer, ihre Schule befindet sich aber mitten auf dem angrenzenden Berg, um auch den dort lebenden Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen. Eine Straße führt dort hinauf, immer entlang der Küste. Doch wenn man sie zu Fuß gehen will, würde das mehrere Stunden dauern. Und ein Motorradtaxi können sich die Schülerinnen und Schüler nicht leisten.

Klettern in Flip-Flops

Aible und ihren Nachbarskindern bleibt also nichts anderes übrig, als jeden Tag die Abkürzung quer durch den Dschungel zu nehmen, der sie zur Pampang führt: der berüchtigten und gefürchteten Steilwand mitten im Dschungel. In Flip-Flops und mit den Schulbüchern auf dem Rücken klettern die Kinder morgens die etwa 40 Meter hohe und teilweise 90 Grad steile Klippe hinauf und abends wieder herunter. Ungesichert.

Besonders gefährlich wird es, wenn es regnet. Denn dann sind das Erdreich, die Felsen und die Wurzeln rutschig. Schon viele Kinder sind hier abgestürzt und haben sich verletzt. Aber Aible und ihre Mitschülerinnen und -schüler wagen sich trotzdem jeden Tag erneut an die Wand, getrieben von der Hoffnung, durch ihre Schulbildung später ein besseres Leben führen zu können.

Autor/in
Raphael Lauer
Redaktion
Katrin Materna
Gita Datta
Redaktionsleiter/in
Ralf Quibeldey

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