Die gefährlichsten Schulwege der Welt

Papua Neuguinea

Samstag, 02. November 2019, 13:15 bis 14:00 Uhr

Kaum ein Landstrich auf der Welt ist schwieriger zu erreichen als das Große Papua-Plateau, die Heimat der Kaluli. Die Rate der Analphabeten dort ist hoch, denn nur wenige Eltern können es sich leisten, ihre Kinder zur Schule zu schicken.

Im Dschungel Papua-Neuguineas leben geschätzt 2.500 Menschen auf einer Fläche von 1.360 Quadratkilometern. Um im "Land der tausend Flüsse" zur Schule zu gehen, müssen die Kinder der Kaluli einen bis zu sieben Tage dauernden Marsch durch den Urwald auf sich nehmen, ein riskantes Unterfangen.

Vater Michael erklärt seinem Sohn Junior, 8 Jahre, und seiner Nichte Ruth, 12 Jahre, den Weg zur Schule. © NDR/MDR/Maximus Film/Marc Dozier
Vater Michael erklärt seinem Sohn Junior, 8 Jahre, und seiner Nichte Ruth, 12 Jahre, den Weg zur Schule.
Bedrohung durch Tiere und durch die Witterung

Zwei Kinder wagen den gefährlichen Schulweg durch den Dschungel zum Internat in der nächsten Stadt. Zahllose Flüsse müssen sie watend oder über selbst gebaute Brücken balancierend überqueren. Wilde Tiere wie Urwaldkrokodile, riesige Baumratten und Skorpione sind eine konstante Bedrohung, während die hohe Luftfeuchtigkeit und die Hitze ihr Vorankommen zusätzlich erschweren. Und doch ist für diese Kinder die vielleicht größte Herausforderung von allen ihr erster Kontakt mit der Zivilisation.

Autor/in
Raphael Lauer
Kamera
Gabriel Streif
Schnitt
Ann Carolin Biesenbach
Sprecher/in
Nina Breiter
Redaktion
Gita Datta
Frank Kutter

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