Nijinsky - Ballett von John Neumeier

Sonntag, 24. Februar 2019, 01:10 bis 03:25 Uhr

Das Wirken und Leben des Jahrhunderttänzers Vaslav Nijinsky ist für John Neumeier ein Thema, mit dem er sich seit seiner Jugend intensiv befasst hat. Am 19. Januar 1919 um fünf Uhr nachmittags tanzte Nijinsky im Ballsaal des Suvretta House in St. Moritz zum letzten Male öffentlich. Er nannte seine Vorstellung "Hochzeit mit Gott".

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Alexandre Riabko als Vaslav Nijinsky und Silvia Azzoni als Ballerina Tamara Karsavina.

John Neumeiers Ballett "Nijinsky" beginnt mit einer realistischen Wiedergabe dieser Szene. Die folgende Choreografie erzählt von Nijinskys Gedanken, Erinnerungen und Wahnvorstellungen während seines letzten Auftritts.

Rückblick auf die Karriere

Hervorgerufen durch das Trugbild seines ehemaligen Mentors, Impresarios und Liebhabers Serge Diaghilew, ruft sich Nijinsky Bilder seiner sensationellen Karriere mit dem Ensemble Ballets Russes ins Gedächtnis zurück. Seine Schwester Bronislawa, sein älterer Bruder Stanislaw und seine Mutter Eleonora Bereda erscheinen in seiner traumdurchwebten Fantasie. Romola de Pulszky, Nijinskys spätere Frau, durchkreuzt ebenfalls seine verworrenen Erinnerungen.

Der Weg in Nijinskys Inneres

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Hamburg Ballett von John Neumeier.

Im zweiten Teil führt Nijinskys Wahnsinn das Publikum tiefer in sein inneres Wesen. Erinnerungen an Kindheit, Familie, Schule und Mariinsky-Theater vermischen sich mit albtraumhaften Kriegsvisionen und der Untreue seiner Frau. Die skandalträchtige Premiere seines Balletts "Le Sacre du printemps" wird der Brutalität des Ersten Weltkrieges und dem Tod seines Bruders Stanislaw gegenübergestellt.

In Nijinskys Wahrnehmung ist es zunehmend die Welt, die ihn umgibt, die "geisteskrank" ist, nicht er selbst.

Redaktion
Claudia Cellarius
Redaktionsleiter/in
Ulrike Dotzer
Redaktionsassistenz
Angela Vietzke
Produktionsleiter/in
Melanie Clausen
Regie
Thomas Grimm