Leopard, Seebär & Co. (199)

Kostbare Fracht - ein Adlerrochen aus Arnheim

Donnerstag, 07. Mai 2020, 17:10 bis 18:00 Uhr

Dr. Guido Westhoff, der Leiter des Tropen-Aquariums in Hamburg, hat sich mit einem Zwölftonner auf den Weg gemacht, um im niederländischen Arnheim einen weiteren Adlerrochen für das große Hai-Atoll abzuholen. Früh am Morgen ist alles für den aufwendigen Transport vorbereitet. Während sich die niederländischen Tierpfleger auf den reibungslosen Fang des Rochens vorbereiten, sorgen Max Janse, der Kurator des Burgers' Ocean, und Guido für die richtigen Wasserwerte. Der Transport soll für das Tier so angenehm wie möglich werden. Endlich ist es soweit: Der junge Rochen ist verladen und Guido macht sich auf den Weg nach Hamburg. Eine fünfstündige Autofahrt liegt vor ihm und seiner kostbaren Fracht.

Traumberuf: Unterwassernacktschneckenforscherin

6.30 Uhr im Eismeer: Für mehrere Dutzend hungrige Mäuler müssen die Fisch-Mahlzeiten für den Tag vorbereitet werden. Lisa Voß hat Dienst und sorgt für alle Walrosse, Seebären und Pinguine: 38 Kilo Fisch frisst allein Walrossbulle "Odin" am Tag. Früher wollte Lisa "Unterwassernacktschneckenforscherin" werden, diese Idee gab sie jedoch wieder auf. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Tierpflegerin im Tierpark Hagenbeck. Heute ist sie, gemeinsam mit Dirk Stutzki, fest für die Walrosse und Seebären verantwortlich. Durch die Ausbildung kennt sie auch alle anderen Reviere sehr gut. Sie liebt ihre Walrosse und ihr "Thörchen" über alles, vergisst aber nie regelmäßig im Haustier-Revier bei den Ponys und Eseln vorbeizuschauen, denn hier nahm ihr Tierpfleger-Werdegang seinen Anfang: als Ponymädchen. Hier hat die gebürtige Hamburgerin schon 2005 als Schülerin gejobbt.

Im Orang-Utan-Haus in schwindelerregender Höhe

Zwei Mitarbeiter arbeiten im Orang-Utan-Haus im Tierpark Hagenbeck. © Doclights GmbH
Orang-Utans sind natürlich die besseren Kletterer, aber das hier ist gar nicht so schlecht für einen Menschen.

Für Philipp Detzner geht es hoch hinaus. Ein nagelneues Seil soll in der Orang-Utan-Kuppel gespannt werden. Mit dem Seil möchten Philipp und der Auszubildende Alexander Schmitz neue Kletterwege für die Menschenaffen schaffen. Nach getaner Arbeit in schwindelerregender Höhe zählt Philipp während einer gemeinsamen Frühstückspause auf, wer von der Orang-Utan-Bande eigentlich am besten klettern kann. Unterdessen demonstriert Orang-Utan Mädchen "Marie" schon ihre Balancier-Künste an dem neuen Seil.

Rettet die Krokodile!

Das Tropen-Aquarium ist die Heimat der vier Nilkrokodile "Audrey", "Abby", "Vicky" und "Raja". Dreimal in der Woche haben die gefährlichen Panzerechsen einen wichtigen Termin mit ihrem Pfleger Florian Ploetz: die Showfütterung. Bei der Fütterung vermittelt Florian den Besuchern jede Menge Wissen über die spannenden Urzeitechsen. Ende der 1980er-Jahre galt diese Art als so gut wie ausgestorben. Dass der Handel mit Nilkrokodilen verboten wurde, hat Wirkung gezeigt, sie gelten nicht mehr als gefährdet. Florian ist sich sicher, dass die Menschen ohne Zoos noch viel weniger über Krokodile wissen würden und es noch schwieriger wäre, sie für den Artenschutz zu begeistern. 

Die Bären wittern - eine Futterspur

Ein Bär erkundet einen Jutesack im Tierpark Hagenbeck. © Doclights GmbH
Tobias Taraba und Nele Baumann schauen aufmerksam zu, wie der Bär den Futtersack erkundet.

Frühstückszeit bei den Kamtschatkabären. Tobias Taraba und die Auszubildende Nele Baumann wollen die Mahlzeiten für "Mascha" und "Leonid" ein wenig interessanter gestalten. Das Gemüse wird in Säcken verpackt und mit Parfum besprüht! Ihre Nase ist ihr wichtigstes Sinnesorgan und für die Nahrungssuche unverzichtbar. Auch eine Röhre mit Honig wird vorbereitet, dann verstecken Tobias und Nele alles auf der Anlage. Eine Futterspur aus Gurke und Salat soll die neugierigen Bären zu den duftenden Leckereien führen. Können sich "Mascha" und "Leonid" auf ihre Spürnasen verlassen?

Klein & grau: Nachwuchs-Check bei den Rosa Flamingos

Der Nachwuchs der Flamingos ist zwischen drei Wochen und vier Monaten alt. Vor allem nach dem jüngsten Flamingo-Küken muss regelmäßig geschaut werden, denn er ist ein Nachzügler und hat es im kühlen Herbst nicht leicht. Die Tierpfleger geben auf ihn deshalb besonders acht. Es ist jedoch gar nicht so einfach, zwischen knapp 100 Köpfen und 200 Beinen den Kleinsten zu finden. Sebastian Behrens kippt deshalb das Frühstück in den Teich, um die erwachsenen Flamingos ins Wasser zu locken: So hat er einen besseren Blick auf den Nachwuchs.

Wapiti-Kalb gesucht!

Ein Wapiti-Kalb im Tierpark Hagenbeck. © Doclights GmbH
Gut verstecken - so machen es die Hirsche auch in der freien Wildbahn, der Nachwuchs wird geschützt.

In der vergangenen Nacht wurde ein Wapiti-Kalb geboren. Doch bevor Volker Friedrich die Anlage betreten kann, muss er den Wapiti-Hirsch "Joshua" wegsperren: Er ist in der Brunftzeit und wieder der angriffslustige Platzhirsch, dem  Volker lieber aus dem Weg geht. Dann erst kann er auf die Anlage, um dem neuen Kalb einen ersten Besuch abzustatten. Wapiti-Mama "Winnipeg" und die Wapiti-Tante werden mit Gemüse bestochen, während Volker sich auf die Suche macht. Doch wo steckt der Hirschnachwuchs?

Ratgeber Reise
Jungtier in der Seehundstation Friedrichskoog. © dpa Foto: Horst Pfeiffer

Tierische Ausflüge im Norden

Tiger und Affen, aber auch heimische Tiere wie Seehunde oder seltene Haustierrassen leben im Norden. Eine Auswahl der attraktivsten Tierparks, Zoos und Aquarien. mehr

Sprecher/in
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Schriftzug "Leopard, Seebär & Co." vor dem Bild eines Leoparden

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