Sendedatum: 08.11.2018 06:00 Uhr

Insekten: Das Fleisch der Zukunft?

 

Baris Özel und Max Krämer präsentieren ihren Insektenburger. © NDR

Insekten: Das Fleisch der Zukunft?

Der erste Insektenburger Deutschlands kommt aus Osnabrück. Die Erfinder: Baris Özel und Max Krämer. Auf einer Asienreise haben die beiden das erste Mal Insekten probiert.

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Der erste Insektenburger Deutschlands kommt aus Osnabrück. Die Erfinder: Baris Özel und sein Kumpel Max Krämer. Auf einer gemeinsamen Asienreise haben die beiden das erste Mal selbst Insekten probiert. Ihr Fazit: "schmeckt eigentlich saugut". Seitdem tüfteln die Freunde am Rezept für einen eigenen Insektenburger. Seit April 2018 gibt es die Würmerfrikadellen von Özel und Krämer im Supermarkt zu kaufen. In einem Burgerbratling stecken etwa 1.000 Buffallowürmer. Dazu kommen vegetarische Zutaten wie Soja, Zwiebeln und Tomatenmark. Der Geschmack des Insektenburgers: nussig, würzig, "irgendwo zwischen Falafel und Fleisch".

Umweltschonender als Tierfleisch

Im Vergleich zur Schweine- oder Rinderzucht verbrauchen Insekten weniger Ressourcen. Ein Kilo Insektenfleisch lässt sich umweltschonender erzeugen als beispielsweise ein Kilo Schweinefleisch. Bis zu hundertmal weniger Treibhausgase werden dabei produziert. Auch beim Verbrauch von Wasser, Fläche und Futter schneidet die Insektenzucht im Vergleich zu Rinder- und Schweinezucht deutlich besser ab. So braucht man nach einer Studie der Vereinten Nationen zufolge für ein Kilo Fleisch aus Grillen rund zwei Kilo Futtermittel. Bei Hühner ist es schon die doppelte Menge, bei Schweinen die vierfache.

Zwei junge Männer schauen in die Kamera und halten ein kleines Holztablett mit Insektenburgern in den Händen. © NDR Foto: Birgit Langhammer

Insekten-Burger: Das bessere Fleisch?

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Zwei Osnabrücker haben Deutschlands ersten Burger aus Maden erfunden. Gute Idee? Warum sollte man das essen? Hilft es dem Klima? Sind Würmer glücklicher als Mastschweine?

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Sicherung der Welternährung?

Seit dem 01. Januar 2018 sind Insekten in der EU als Nahrungsmittel zugelassen. Laut der Ernährungsorganisation der UN (FAO) können Insekten zur Sicherung der Welternährung beitragen. Baris Özel will mit seinem Insektenburger eine "neue Alternative" zu Fleisch in die Regale der Supermärkte bringen und damit die "Welt ein Stück weit besser machen". ABER: In großen Massen vermehren sich Insekten erst bei Temperaturen ab 25 Grad - das kostet Energie. Außerdem gibt es noch Forschungsbedarf, wie Insekten getötet werden dürfen und welche Rolle das Tierwohl bei zum Verzehr gezüchteten Insekten spielt.

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08.11.2018 | 06:00 Uhr

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