Die Narbe (2/3): Das Zugunglück von Eschede

Mittwoch, 21. Oktober 2020, 21:00 bis 21:45 Uhr

Was passiert, wenn eine Katastrophe Teil der eigenen Biografie wird? Im Juni 1998 entgleiste der ICE 884 im niedersächsischen Eschede und prallte gegen einen Betonpfeiler. 101 Menschen starben bei der Katastrophe. Familien wurden auseinandergerissen, Hunderte Helferinnen und Helfer traumatisiert.

Wie das Unglück Betroffene bis heute prägt

Seitdem sind mehr als 20 Jahre vergangen. Die Kameras sind abgebaut, im öffentlichen Bewusstsein verblasst das Unglück zusehends. Dieser Film ergründet, wie die Katastrophe die Menschen bis heute prägt und woraus sie Kraft schöpfen - Betroffene und Verantwortungsträger.

Eine Frau mit blondem Pferdeschwanz und weißem Schal. © NDR
Annette Angermanns Bruder Klaus saß im ICE 884. Für die damals 20-Jährige war sein Tod ein Schock, der sie bis heute prägt.

Mehrere Monate lang haben die Filmemacher Inga Mathwig und Hans Jakob Rausch vier Menschen begleitet, deren Leben durch das Unglück verändert wurde. Die Angehörige Annette Angermann, die ihren Bruder verloren hat. Den Feuerwehrmann Michael Besoke aus Eschede. Und die Deutsche-Bahn-Chefs von damals: Johannes Ludewig und seinen Nachfolger Hartmut Mehdorn. Beide haben damals keinerlei Schuld ihres Unternehmens eingeräumt. In "Die Narbe" stellen sie sich der Kritik der Betroffenen.

Zum ersten Mal überhaupt äußert sich Hartmut Mehdorn in diesem Film zu seinem Umgang mit der Katastrophe. Offen sprechen alle vier über den Umgang mit Trauer und Wut, und die Frage, was man aus einer solchen Katastrophe lernen kann. Anja Reschke spricht nach dem Film mit der ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche Deutschlands, Margot Käßmann.

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Die Narbe © NDR

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Redaktionsleiter/in
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Redaktion
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Autor/in
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Hans Jakob Rausch
Produktionsleiter/in
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