Vielfalt als Chance

Die „Charta der Vielfalt“ ist eine Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen, die 2006 ins Leben gerufen wurde. Schirmherrin ist Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.

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Veronica Laleye leitet die Arbeitsgruppe "Charta der Vielfalt im NDR".

Der NDR ist im November 2008 der Unternehmensinitiative „Diversity als Chance - Die Charta der Vielfalt der Unternehmen in Deutschland“ beigetreten. Damit verpflichtet sich der NDR, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen und Ausgrenzung ist.

Es soll eine offene Unternehmenskultur etabliert werden, die auf Einbeziehung und gegenseitigem Respekt basiert. Alle Mitarbeiter*innen sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Darüber hinaus hat sich der NDR in seinen „Leitlinien für die Programmgestaltung“ freiwillig verpflichtet, mehr Integrationsarbeit in seiner Beschäftigungsstruktur und in seinen Programmen zu leisten. Eine hohe Programmqualität und eine gute Qualifikation aller Mitarbeiter*innen stehen dabei im Vordergrund.

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Im August 2018 hisste der NDR anlässlich des CSD erstmals die Regenbogenfahne auf dem Gelände am Rothenbaum.

Seit Jahren setzt der NDR bereits auf Chancengleichheit von Frauen und Männern. Auch die Themen Integration von Menschen mit Behinderungen sowie Förderung der ethnischen und kulturellen Vielfalt sind im Fokus. Zukünftig sollen weitere Merkmale, wie soziale Herkunft, geschlechtliche Orientierung oder Identität stärker berücksichtigt werden.

Der NDR ist der Sender für alle Menschen, primär in Norddeutschland. Er kommt seinem öffentlich-rechtlichen Auftrag mit einer Vielzahl unterschiedlicher Programme nach, in denen die Ansprache von Menschen mit Einwanderungsbiographie einen Teil seiner Programmarbeit darstellt. Medien prägen die Bilder, die sich Menschen in Deutschland von Zugewanderten machen. Vielerorts gibt es noch kein ausreichendes Verständnis für die Unterschiedlichkeit von Menschen und zu wenig Offenheit für Neues. Der NDR sieht hier seine gesellschaftliche Verpflichtung, aufzuklären, und die Meinungsbildung in der Bevölkerung zu fördern. Aber gleichzeitig ist er auch Arbeitgeber für Menschen mit vielfältigen Hintergründen und zählt diese seit vielen Jahren ganz selbstverständlich zu seinen Beschäftigten. Der NDR steht für Toleranz, Respekt und Offenheit für etwas Neues.

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Das offizielle Logo soll die Zielsetzung der Initiative "Charta der Vielfalt" illustrieren.

Für die Umsetzung der „Charta der Vielfalt“ im NDR wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, der Vertreter*innen verschiedener Direktionen angehören, die sich für diese Themenfelder interessieren bzw. sich dafür engagieren. Die Umsetzung der Aktivitäten erfolgt überwiegend in den Direktionen. Schon jetzt kann gesagt werden: Der NDR leistet bereits viel in Sachen Förderung der gesellschaftlichen Vielfalt im Unternehmen und wird zukünftig verstärkt integrative Strukturen im Hause schaffen.

Veronica Laleye – Leitung „Charta der Vielfalt im NDR“

Eine Reporterin im Gespräch mit Yared Dibaba

Charta der Vielfalt

Vielfalt ist im NDR auch sichtbar. Freya Fleckeisen und Moderator Yared Dibaba sprechen mit Kolleginnen und Kollegen über deren Herkunft und ihre Arbeit im NDR: Naana Abrokwa ist Sekretärin bei NDR Kultur, Cutter Pedro Franco arbeitet im Schnitt und Wilfred Wright macht eine Ausbildung zum Veranstaltungstechniker.

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Mit verschiedenen Aktivitäten wird die Diversity-Arbeit des NDR umgesetzt und intern sowie extern kommuniziert. Nachfolgend werden einige Schwerpunkte genannt.

Ausbildung

Der NDR versteht die Diversität der Gesellschaft als Chance und widmet sich verstärkt der Aufgabe, den Anteil an Nachwuchskräften mit Migrationshintergrund oder Jugendlichen aus Haushalten mit geringem Einkommen zu erhöhen. Dies erfolgt z. B. durch einen stärkeren Kontakt zu Schulen und Hochschulen oder durch gezielte Praktikumsangebote für Jugendliche.

Personalauswahl

Bei der Personalgewinnung wird bewusst ein Augenmerk auf vielfältige Hintergründe der Bewerber*innen gelegt. Bei Stellenausschreibungen werden entsprechende Formulierungen gewählt.

Programm

Voraussetzung, die ganze Gesellschaft, also ein vielfältiges Publikum zu erreichen, ist ein vielfältiges Programm. Eine gelebte Diversität in der Belegschaft spiegelt auch eine Vielfalt in den Programmen wieder.

Ziel ist es, Vielfalt in den Angeboten wahrnehmbarer zu machen und mehr Journalist*innen mit entsprechenden Hintergründen und Biografien, z. B. in den Redaktionen zu beschäftigen.

Fortbildung

Im Rahmen der Fortbildung haben Mitarbeiter*innen die Möglichkeit, an "Diversity Seminaren" teilzunehmen, um ihre Vielfaltskompetenz zu stärken. Dies erfolgt durch Angebote, wie:

  • Diversity-Grundsätze, in denen theoretische Grundlagen zur gesellschaftlichen Vielfalt vermittelt werden, um die Sensibilität für Diversitythemen zu stärken
  • Workshops über Stereotypen und Umgang mit Begriffen in der Berichterstattung über bestimmte Themen oder Gruppen
  • Förderung der journalistischen Reflexion über das Thema Diversity -

mit Hintergrundgesprächen, Gespräche über journalistischen Umgang mit bestimmten Themen, wie z. B. Berichterstattung über den Islam oder Darstellung von Schwulen, Lesben oder Transsexuellen in den Medien

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