Mit Virtual Reality direkt ins „Hamburg Journal“

Einmal vom Hafengeburtstag ins „Hamburg Journal“-Studio bitte! Nicht mit der U-Bahn, sondern virtuell – via Video. Gemeinsam mit der WebVideoUnit (WVU) und dem CrossMediaLab (CML) bietet das Landesfunkhaus Hamburg seinen Hörer*innen, Zuschauer*innen und Usern erstmals einen ganz besonderen Perspektivwechsel.

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Julia-Niharika Sen morderiert das „Hamburg Journal“.

Dank eines 360° Videos und einer Virtual Reality (VR)-Brille können sich Besucher*innen während des Hafengeburtstags im Studio des „Hamburg Journal“ umschauen. Dabei empfängt Moderatorin Julia-Niharika Sen sozusagen jeden Gast persönlich und zeigt ihm, was er sonst von zu Hause aus nicht sehen könnte: einen kompletten Rundumblick in Bewegtbild hinter die Kulissen.

Um die VR-Technologie erstmals auf einer Off-Air-Veranstaltung einzusetzen, wurde in den Hörfunk- und Fernsehstudios des NDR mit Hilfe einer 360°-Kamera ein Videofilm gedreht, der später in einer mobilen VR-Brille einen virtuellen Raum erzeugt. „Für die Nutzer auf dem Hafengeburtstag entsteht so der Eindruck, als ob sie sich tatsächlich im Studio befinden“, sagt Philipp Goewe, Leiter der Abteilung WebVideoUnit im NDR.

„Der erste Hype um 360° Videos und VR ist vorüber. Den Mainstream konnte die Technologie bislang noch nicht erobern. Geeignete Plattformen sind rar“, sagt Goewe. „Doch durch neue leistungsfähige, mobile Brillen wird das Thema für Off-Air Veranstaltungen spannend. Gemeinsam mit dem Landesfunkhaus Hamburg wollen wir in einem kleinen Projekt ausprobieren, ob sich der Einsatz lohnt.“

Selbstverständlich werden NDR 90,3 und das „Hamburg Journal“ auch weiterhin Besuchergruppen ganz persönliche Führungen durch die Studios anbieten. „Mit diesem neuen Service wollen wir unserem Publikum lediglich einen zusätzlichen Nutzen bieten, der Ihnen einen sehr spannenden Einblick in ihren NDR bietet – und zwar aus einer sehr außergewöhnlichen Perspektive“, sagt Ole Adams, Abteilungsleiter ZPA/Multimediaredaktion im Landesfunkhaus Hamburg.

„Dieses Angebot auf dem Hafengeburtstag ist ein Anfang, sozusagen unser Startschuss, um weiteres Know-how zu sammeln. Wir wollen weitere journalistische Anwendungsfälle entdecken und unsere Kompetenz im Bereich Virtual- und Augmented Reality technisch und redaktionell für die Inhalte des Landesfunkhauses auf- und ausbauen.“