Stand: 04.06.2021 17:57 Uhr

Deutsches FernsehKrimi-Festival ehrt NDR Produktionen

Sörensen (Bjarne Mädel) mit Hund Cord vor dem nordfriesischen Wattenmeer - Szene aus "Sörensen hat Angst" von und mit Bjarne Mädel © Claussen+Putz Filmproduktion GmbH Foto: Michael Ihle
Die Jury des Deutschen FernsehKrimi-Festivals würdigte die "beeindruckende Schauspiel- und Regieleistung von Bjarne Mädel" in der Produktion "Sörensen hat Angst".

Vier von sieben Auszeichnungen beim Deutschen FernsehKrimi-Festival 2021 gehen an Produktionen, die für den NDR beziehungsweise NDR und Partner entstanden sind: Bjarne Mädels Regiedebüt, der NDR Film "Sörensen hat Angst", bekommt den Deutschen FernsehKrimi-Preis 2021 sowie den Publikumspreis des Wiesbadener Kuriers. Mädel spielt darin auch die Hauptrolle.

Den Festivalpreis als "beste Darstellerin" erhält Luise Heyer für ihre Episodenhauptrolle im NDR "Polizeiruf 110: Sabine" aus Rostock. "Krimi-Serie des Jahres" ist der Mehrteiler"Die Toten von Marnow"mit Petra Schmidt-Schaller und Sascha Gersak in den Hauptrollen, gedreht im Auftrag von NDR und ARD Degeto.

Ehrenpreis für Mitentwickler von Polizeiruf 110

Hinzu kommt der Ehrenpreis des 17. Deutschen FernsehKrimi-Festivals für besondere Verdienste um den Fernsehkrimi, mit dem Regisseur und Drehbuchautor Eoin Moore ausgezeichnet wird. Er war an der Entwicklung und Umsetzung des Rostocker "Polizeiruf 110" maßgeblich beteiligt.

Frank Beckmann, NDR Programmdirektor Fernsehen: "Die ausgezeichneten Filme haben eins gemeinsam: Sie fesseln ihr Publikum durch überraschende Wendungen bis zur allerletzten Minute. Nicht umsonst sind alle drei Produktionen nach wie vor Highlights in der ARD Mediathek. Herzlichen Glückwunsch zu den mehr als verdienten Auszeichnungen!"

Sörensen hat Angst: "beeindruckende Schauspiel- und Regieleistung"

In "Sörensen hat Angst" spielt Bjarne Mädel einen Kriminalhauptkommissar, der sich mit einer Angststörung im Gepäck von Hamburg ins friesische Katenbüll versetzen lässt. Er hofft, dass der kleine Ort ihm ein ruhiges, beschauliches Arbeitsleben beschert. Doch gleich nach Sörensens Ankunft sitzt Bürgermeister Hinrichs im eigenen Pferdestall, so tot wie die ganze Umgebung.

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Sörensen (Bjarne Mädel) sitzt auf einer Mauer © Claussen+Putz Filmproduktion GmbH Foto: Michael Ihle

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Die Jury würdigte das "fantastische Schauspielensemble, komplexe Nebenfiguren, haarscharfe Dialoge und eine empathische Kamera" sowie die "beeindruckende Schauspiel- und Regieleistung von Bjarne Mädel, das tragikomische und geniale Drehbuch von Sven Stricker". Ein "Stück unterhaltsame Fernsehgeschichte, das Spaß macht und uns Krimi fühlen lässt".

Die Jury des Wiesbadener Kuriers, bestehend aus aus Leser*innen, begründete den Publikumspreis so: "Hervorragende Darsteller, berührend, unterhaltsam, mitfühlend und ehrlich" sei der Krimi, "humorvoll und zeitgleich zum Nachdenken anregend.

Neben Bjarne Mädel als Sörensen spielten unter anderem Matthias Brandt, Peter Kurth, Katrin Wichmann und Anne Ratte-Polle. Produzent war Jakob Claussen (Claussen+Putz Filmproduktion), die Redaktion im NDR hatten Christian Granderath und Philine Rosenberg.

Auszeichnung für Luise Heyer im "Polizeiruf 110: Sabine"

Luise Heyer verkörpert in dem "Polizeiruf 110: Sabine" eine verzweifelte junge Mutter, die immer übersehen wird und zur Waffe greift, nachdem ihrem Arbeitsplatz - der Arunia-Werft - die Schließung droht. Beeindruckt habe die Jury, wie Luise Heyer von der ersten Minute bis zum eindrucksvollen Showdown den Film trage, "ohne die Last der Figur auszustellen, ohne Mitleid beim Publikum zu heischen und mit der Kraft einer Figur, die endlich weiß, was sie zu tun hat, ob sie will, oder nicht".

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Polizeiruf © NDR/Christine Schroeder

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Regisseur des Krimis war Stefan Schaller, Drehbuchautor Florian Oeller. Neben Luise Heyer, Anneke Kim Sarnau und Charly Hübner gehörten unter anderem Uwe Preuss, Andreas Guenther, Volker Thiesler, Ilja Bultmann und Hendrik Heutmann zum Cast. Produzentin war Iris Kiefer (filmpool fiction GmbH), ausführende Produzentin: Nikola Bock, Redakteurin: Daniela Mussgiller.

"Die Toten von Marnow": Die "spannende Atmosphäre" überzeugte Jury

"Starke, dramaturgische Momente und eine durchweg spannende Atmosphäre" überzeugten die Jury der Serie "Die Toten von Marnow". Darin ermitteln die Kommissare Lona Mendt (Petra Schmidt-Schaller) und Frank Elling (Sascha Gersak) im Fall eines Serienmörders, der seine Opfer vermeintlich unzusammenhängend auswählt. Schließlich stoßen sie auf einen Zusammenhang mit Medikamentenversuchen, die vor 40 Jahren im Auftrag westdeutscher Pharmafirmen an DDR-Bürger*innen gemacht wurden.

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Schauspielerin Petra Schmidt-Schaller steht mit verschränkten Armen und erstem Blick vor einem Baum. © NDR/Polyphon Foto: Philipp Sichler

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Neben den Genannten standen etwa auch Anton Rubtsov, Jörg Schüttauf, Lutz Blochberger, Michael Mendl, Peter Kremer, Anne Schäfer, Christine Schorn und Judith Engel vor der Kamera. Das Buch schrieb Holger Karsten Schmidt, Regie führte Andreas Herzog. Die Produzenten waren Beatrice Kramm (Polyphon Film & Fernseh GmbH) und Mark von Seydlitz (made in munich). Die Redaktion hatten beim NDR Thomas Schreiber und Donald Kraemer, bei der ARD Degeto Christoph Pellander und Claudia Grässel.

Das Deutsche FernsehKrimifestival wird heute ab 20 Uhr live auf der Festival-Website übertragen.