Stand: 26.11.2019 10:41 Uhr Archiv

„Tod und Ewigkeit“– der NDR Chor widmet sich musikalisch den letzten Dingen

Konzert: Mittwoch, 27. November 2019, 20.00 Uhr, Hauptkirche St. Jacobi, Hamburg, Einführung um 19.00 Uhr im Arp-Schnitger-Saal

In seinem zweiten Abo-Konzert am Mittwoch, 27. November, in der Hamburger Hauptkirche St. Jacobi widmet sich der NDR Chor den letzten Dingen. Auf dem Programm mit dem Titel „Tod und Ewigkeit“ stehen Werke der englischen und französischen Chorliteratur von der Renaissance bis zum 20. Jahrhundert. Die von Chefdirigent Klaas Stok ausgewählte Musik spiegelt dabei die Endlichkeit des Lebens und strahlt zugleich Hoffnung aus.

Der Komponist Thomas Tallis komponierte auch nach der Abspaltung Englands von der katholischen Kirche noch eine Sammlung mustergültiger, klangprächtiger lateinischer Motetten, darunter die Motette „Miserere nostri“ mit ihrer verschlungenen Stimmführung. Gut 330 Jahre später war Gustav Holst fasziniert von den exotischen Religionen der fernen Kolonien. Seine zarten „Choral Hymns of the Rig Veda“ für Frauenchor und Harfe liegen Schriften des Hinduismus zugrunde. Herbert Howells dagegen griff angesichts der Trauer um die Toten des Ersten Weltkrieges zu traditionelleren Ausdrucksweisen und verfasste ein Requiem – im Andenken an die zu früh Verstorbenen.

„Es ist der schönste Schatz, den wir im abendländischen Geistesleben besitzen.“ Das sagte Olivier Messiaen über den gregorianischen Choral. In seiner Motette „O sacrum convivium“ bezog sich der Komponist auf diese Wurzel der westlichen Kirchenmusik. Die Kantate „Figure humaine“, seine Hymne an die Freiheit, komponierte Francis Poulenc während der Besetzung Frankreichs durch die Nazis 1943. Auch hier wird das Leid der Menschen mit der Hoffnung auf Erlösung verknüpft. Es endet auf dem Wort „Liberté – Freiheit“.

Weitere Informationen: www.ndr.de/chor.

26. November 2019

 

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