Stand: 07.02.2019 11:47 Uhr  | Archiv

Siegfried Lenz als Rundfunkmann – Projekt untersucht die Arbeit des Schriftstellers für den NDR und die ARD

Der Schriftsteller Siegfried Lenz war dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und insbesondere dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) in vielerlei Weise verbunden. Teilweise war der Hamburger in den 50er und 60er Jahren beratend und redaktionell tätig, vor allem aber schrieb er nach dem Zweiten Weltkrieg als Autor zahlreiche Texte für den Rundfunk und wirkte bei vielen Produktionen mit. Für Lenz wurde der Rundfunk eine Institution, die ihm wichtige Einkünfte sicherte, aber auch ein Medium, das ihm neue technisch-künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten bot.

Im Rahmen eines Projekts des Leibniz-Instituts für Medienforschung/Hans-Bredow-Instituts werden unter Federführung von Dr. Hans-Ulrich Wagner, Leiter der Forschungsstelle Mediengeschichte, nun erstmals die Rundfunkarbeiten von Siegfried Lenz umfassend und systematisch untersucht. Ziel ist es, am Beispiel dieses Autors eine Studie zur Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für das Zusammenspiel von Schriftsteller und Rundfunk zu erstellen. Das Projekt, das der NDR unterstützt, soll Vorbildfunktion für ähnliche Studien haben.

NDR Intendant Lutz Marmor: „Siegfried Lenz und der NDR waren durch eine jahrzehntelange Beziehung eng verbunden. Siegfried Lenz hat für den NDR zahlreiche Hörspiele sowie Radio-Essays und -Erzählungen geschrieben. Vielen Zuschauerinnen und Zuschauern sind ganz besonders unsere Verfilmungen der Romane von Siegfried Lenz mit Jan Fedder noch in sehr guter Erinnerung. Insgesamt ein spannendes Kapitel Rundfunkgeschichte – schön, dass es jetzt genauer erforscht wird.“

Weitere Informationen online unter: www.hans-bredow-institut.de/de/projekte/siegfried-lenz-der-schriftsteller-als-medienarbeiter

7. Februar 2019/BB

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