Stand: 27.02.2020 10:46 Uhr Archiv

„Dem Andenken eines Engels“: Geiger Frank Peter Zimmermann zu Gast beim NDR Elbphilharmonie Orchester

Konzerte:

Donnerstag, 27. Februar, 20.00 Uhr | Freitag, 28. Februar, 20.00 Uhr | Elbphilharmonie Hamburg

Sonnabend, 29. Februar, 20.00 Uhr | Bremen, Glocke

Im Radio: Das Konzert am 28. Februar ist live zu hören auf NDR Kultur.

Im Livestream: Das Konzert am 28. Februar ist live auf ndr.de/eo sowie in der EO-App zu sehen und bleibt danach als Video-on-Demand online abrufbar.

Den Chefdirigenten Alan Gilbert, das NDR Elbphilharmonie Orchester und den Ausnahmegeiger Frank Peter Zimmermann verbindet eine langjährige Zusammenarbeit. Zahlreiche gemeinsame Konzerte in der Vergangenheit sowie eine CD-Einspielung mit den Violinkonzerten von Schostakowitsch zeugen von der intensiven und inspirierten Arbeit. In zwei Konzerten in der Elbphilharmonie und bei einem Gastspiel in der Bremer Glocke steht nun Alban Bergs Violinkonzert auf dem Programm, kombiniert mit einem Frühwerk von Anton Webern und der Dritten Sinfonie des großen Vorbilds beider Komponisten: Johannes Brahms.

„So wenig man das Neue und Junge verstehen kann, ohne in der Tradition zu Hause zu sein, so unecht und steril muss die Liebe zum Alten bleiben, wenn man sich dem Neuen verschließt.“ Diese Worte des Protagonisten Adrian Leverkühn in Thomas Manns Roman „Doktor Faustus“ könnten als Motto über dem Programm der Konzerte stehen: Für die Komponisten der „Zweiten Wiener Schule“ lag die Zukunft fest verwurzelt in der Vergangenheit. Die Balance aus Logik und Ausdruckswillen in Johannes Brahms’ Werken war ihnen eine Richtschnur für ihr eigenes Schaffen. Alban Berg komponierte sein Violinkonzert als herzergreifende Hommage an die im Alter von 18 Jahren verstorbene Manon Gropius („Dem Andenken eines Engels“) – und schrieb damit ohne es zu wissen sein eigenes Requiem. Er hat seine letzte, posthum uraufgeführte und populärste Komposition nie gehört. Die Musik ist im Sinne der Zwölftontechnik zwar streng konstruiert, dennoch klingt sie stellenweise beinahe tonal und stets ausdrucksvoll. Auch Anton Weberns Orchesteridyll „Im Sommerwind“ atmet noch unverkennbar den stimmungsvollen Geist der Spätromantik.

Am 27. und 28. Februar führt der Musikwissenschaftler Harald Hodeige jeweils um 19.00 Uhr in das Programm ein.

27. Februar 2020/BB

 

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