Stand: 11.11.2017 12:08 Uhr

Raupenfahrzeuge retten Landwirten die Ernte

Erst "Xavier", dann "Herwart" - die Sturmtiefs mit Starkregen haben dafür gesorgt, dass viele Felder in Schleswig-Holstein unter Wasser stehen. Für viele Landwirte ist das ein Problem, weil sie nicht wissen, wie sie ihren Futtermais ernten können. Trecker sinken ein, die Bauern bekommen den geernteten Mais nicht vom Feld. Diese Felder sind ein Fall für Lohnunternehmer Horst Sals aus Epenwöhrden im Kreis Dithmarschen. Er hat ein spezielles Raupenfahrzeug. Das Teil ist 300.000 Euro teuer, aus den USA importiert und speziell für den schleswig-holsteinischen Matschboden umgerüstet. Es fährt auch dann noch neben dem Maishäcksler, wenn ein Trecker mit Anhänger wegen der Last des Maises schon im Schlick stecken geblieben wäre. Und auch der Häcksler ist eine Spezialanfertigung: Er wurde extra für den Lohnunternehmer mit Ketten ausgestattet. Als Kombi sind Häcksler und Raupenfahrzeug unschlagbar. Mit ihr rettet Horst Sals vielen Landwirten ihre Futtervorräte für den Winter.

Horst Sals hat eine lange Warteliste

Die Dienste von Sals sind gefragt: 400 Euro kosten Raupenfahrzeug, Ketten-Mähdrescher und drei Mitarbeiter die Stunde. Für ein sechs Hektar großes Feld brauchen der Lohnunternehmer und sein Team fünf Stunden. 20 Landwirte stehen aktuell auf der Warteliste. "Im Moment könnten wir 24 Stunden arbeiten", sagt er. Zudem sei die Arbeit schwerer als die Jahre zuvor. Man brauche mehr Zeit für die gleiche Hektarzahl. "Im Grunde fangen wir im Hellen an und versuchen zwei, drei Stunden im Dunkeln weiterzuarbeiten, damit wir keinen Bruch haben." Wichtig ist, dass der Mais vom Feld ist, bevor der erste Frost kommt und ihn unbrauchbar macht. 

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 11.11.2017 | 19:30 Uhr