Szene im Harry Potter Theaterstück: Hexen und Zauberer beim zaubern mit Feuer. © Broadway Company 2019 / Manuel Harlan Foto: Manuel Harlan

Produzent Maik Klokow über "Harry Potter und das verwunschene Kind" in Hamburg

Stand: 01.12.2021 18:20 Uhr

Am Wochenende feiert das Theaterstück "Harry Potter und das verwunschene Kind" in Hamburg seine Deutschland-Premiere. Über die Freude und die Sorgen hat Patricia Seeger mit dem Produzenten Maik Klokow gesprochen.

Wie geht es Ihnen vor der Premiere?

Maik Klokow: Es ist ein bisschen wie ein Märchen. 2013 waren wir das erste Mal am Großmarkt. Dann haben wir anschließend das Mehr-Theater gebaut, nun umgebaut für "Harry Potter und das verwunschene Kind". Und nun ist der größte Zauberer der Welt eingezogen. Es ist irgendwie ein magischer Ort, und so magisch fühlen wir uns auch gerade.

Wie ist die Stimmung im Haus?

Klokow: Es ist eine sehr konzentrierte Stimmung mit einer gesunden Portion Nervosität. Die Aufregung steigt, die Abläufe werden jeden Tag mehrmals durchgesprochen und es werden Verbesserungen erarbeitet. Alles in allem wie immer positiv, professionell und erwartungsvoll.

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Wir sind jetzt mitten in der vierten Corona-Welle, die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten tagen morgen wieder. Wie groß ist denn Ihre Sorge vor Einschränkungen oder sogar einem Lockdown?

Klokow: Ich gehe nicht davon aus, dass es vor der Premiere eine Schließung geben wird oder irgendwelche Einschränkungen kommen. Wenn sie denn kommen, sind wir auf jegliche Szenarien vorbereitet. Zumindest technisch, emotional natürlich nicht. Das können Sie sicherlich verstehen, dass es unsere Besucherinnen und Besucher und auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr schwierig sein wird, das zu akzeptieren. Zumal wir alles dafür getan haben, was aus unserer Sicht getan werden konnte, bis hin zur freiwilligen 2G-Plus-Regelung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten seit drei Monaten in einer Bubbel, haben also jeglichen Kontakt zu anderen Menschen eingestellt, um sicherzustellen, dass wir hier zur Premiere kommen. Jetzt haben wir das Ziel erreicht. Jetzt müssen wir gucken, wie die Politik entscheidet. Aber wenn sie denn etwas entscheidet, was nicht mit der Vollbespielung von Harry Potter ab dem 6. Dezember in Übereinstimmung zu bringen ist, dann müssen wir darauf reagieren. Und so weitgehend wie die Entscheidungen sind, so weitgehend werden unsere Reaktion darauf sein. Das heißt wenn die Zuschauerreduktion erheblich ist, dann können wir eben nicht spielen. Dann müssen wir wieder zumachen.

Gehen wir also davon aus, dass die Premiere am Sonntag stattfinden kann, dann findet sie unter 2G-Plus-Bedingungen statt. Das muss alles kontrolliert werden. Wie wird da der Einlass sein?

Klokow: Die Organisation ist natürlich eine Herausforderung. Das Theater hat eine Kapazität von 1670 Besucherinnen und Besuchern. So ist es nicht ganz einfach, diese ganzen Regelungen einzuhalten. Aber wir haben jetzt das Doppelte an Personal da, sodass die Kontrollen gemacht werden können. Man muss auch ebenfalls seinen Lichtbildausweis vorzeigen, bevor man das Theater betritt. Aber wenn man es dann hinter sich hat, hat man eben das Vergnügen - ohne Abstand und ohne Maske.

Haben Sie vorab schon irgendwelche Reaktion vom Publikum bekommen? Gibt es etwa Absagen oder Unsicherheiten, von denen Sie gehört haben?

Klokow: Ganz im Gegenteil. Das Feedback auf unsere 2G-Plus-Regelung ist durchgehend positiv. Für viele war das übrigens der Grund, ihr Ticket nicht noch einmal auf einen anderen Termin umzutauschen. Da gab es denn Meldungen wie "Ach, Gott sei Dank. Jetzt traue ich mich tatsächlich zu kommen". Andere sagten, dass sie wahrscheinlich gar nicht gekommen wären. Aber jetzt, mit der 2G-Plus-Regelung doch.

Wo werden Sie eigentlich bei der Premiere sein?

Klokow: Ich werde den ganzen Tag über natürlich beim Team sein, das heißt auf der Bühne, hinter der Bühne, im Pavillon und wo immer ich mich einbringen kann. Manche werden sich freuen, weil ich nicht in der Nähe bin, weil es dann ruhiger ist. Aber sie können alle zufrieden sein. Wenn das Saallicht ausgeht und die Show beginnt, sitze ich im Theatersaal und werde mit unseren Gästen die magische Aufführung von "Harry Potter und das verwunschene Kind" genießen.

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