Hamburger Hafenkonzert

Bounty, Erebus und Yellow Submarine - Legendäre Schiffe

Sonntag, 20. Februar 2022, 19:00 bis 21:00 Uhr

Arved Fuchs unterwegs mit einem Nachbau des historischen Rettungsbootes „James Caird“. © Arved Fuchs Archiv Foto: Arved Fuchs Archiv
Die "James Caird" war das legendäre Rettungsboot, mit dem der Antarktisforscher Sir Ernest Shackleton nach dem Untergang der "Endurance" dem Ewigen Eis entkam. Arved Fuchs segelte die Strecke mit einem Nachbau des Schiffes im Jahr 2000 nach.

Kein Schiff ist wie das andere. Seeleute glauben oft sogar, dass jedes Schiff eine Seele hat. Aber unabhängig vom Aberglauben vergangener Jahrhunderte: unter den tausenden Schiffen auf den Weltmeeren gibt es einige, die herausragen, die legendäre Schiffe sind. Ein paar davon stellen wir ihnen diese Woche im Hamburger Hafenkonzert vor.

Weitere Informationen
MS "Völkerfreundschaft" 1972 im Hafen von Warnemünde © Bundesarchiv, Bild 183-L1102-0040 / Sindermann, Jürgen / CC-BY-SA-3.0 Foto: Jürgen Sinderman
50 Min

Hamburger Hafenkonzert: Legendäre Schiffe

Bounty, Erebus und Yellow Submarine - im Hamburger Hafenkonzert geht es dieses Mal um legendäre Schiffe. 50 Min

"Full speed ahead, Sir!" - Das "Yellow Submarine"

Das Albumcover zu "Yellow submarine" zeigt die Beatles mit einem gelben U-Boot in der Hand. © Parlophone/Emi Foto: Parlophone/Emi
Das wohl berühmteste U-Boot der Welt: das "Yellow submarine".

Es war im Jahr 1966 als dieses Boot vom Stapel lief, und die Erbauer des Boots waren vier junge Kerle aus Liverpool mit Namen "John, Paul, George und Ringo". Im Hamburger Hafenkonzert erzählt Susanne Hasenjäger Ihnen die Geschichte des berühmten "Yellow Sumarine" der Beatles. EIn gelbes Untersee-Boot, das es inzwischen in Fußballstadien ("Zieht den Bayern die Lederhosen aus"), in Legokästen, in die Musikgeschichte und sogar in die Sesamstraße geschafft hat.

Das weltweit größte Rätsel auf See - Die "Erebus"

Michael Palin © picture-alliance/dpa Foto: UPPA Michael Webberley
Hat ein Buch über das legendäre Expeditionsschiff "Erebus" geschrieben: Star-Komiker und ehemaliges Monty Python-Mitglied Michael Palin.

Für Forschungsreisen in eisige Gewässer ist die „Erebus“ zunächst gar nicht vorgesehen. Sie wird als Kriegsschiff gebaut. Benannt nach dem griechischen Gott der Finsternis. Vom Schiffstyp her ist sie eine Bombarde. Weder schnell, noch wendig. 32 Meter lang ist sie, mit nur wenig Tiefgang. Der Stapellauf findet im Sommer 1826 statt. Einige Jahre ist die "Erebus" für die Marine im Mittelmeer unterwegs. Danach beginnt ihre große Zeit: Die Admiralität in England setzt auf Expeditionen in die Polargebiete. 1845 schließlich macht sich Sir John Franklin mit ihr auf die Suche nach der legendären Nordwestpassage. Doch das Schiff und seine Besatzung verschwinden auf mysteriöse Weise. Warum - das ist bis heute nicht abschließend geklärt. Für den britischen Autor und Schauspieler Michael Palin - einst Mitglied bei der britischen Komikertruppe Monty Python - ist die Geschichte der "Erebus" das „weltweit größte Rätsel auf See“. Er fand das Schiff so faszinierend, dass er ein Buch darüber geschrieben hat. "Erebus. Ein Schiff, zwei Fahrten und das weltweit größte Rätsel auf See", so heißt das Buch von Michael Palin. Es kostet 28 Euro oder 14 Euro als Taschenbuch. Das Hörbuch gelesen von Gert Heidenreich ist im Bonnevoice Hörbuchverlag erschienen.

Schokoriegel und berühmtes Schiff mit 6 Buchenstaben: Die "Bounty"

Der Dreimast-Großsegler "Bounty" aus den USA passiert auf seinem Weg zur Festwoche in Bremerhaven den Leuchtturm "Hohe Weg" in der Außenweser. © dpa-Bildfunk Foto: Ingo Wagner
Ein Nachbau der legendären "Bounty".

Die Meuterei, die auf dem Schiff stattgefunden hat, machte die "Bounty" weltberühmt. Das britische Schiff, im Rumpf weniger als 30 Meter lang, startet kurz vor Weihnachten 1787 unter der Führung von Kapitän William Bligh nach Süden. Die Mission: Stecklinge des Brotfruchtbaumes sollen von Tahiti zu den Antillen gebracht werden. An Bord, so wird es später in den zahlreichen Verfilmungen dargestellt, regiert der Kapitän mit harter Hand. So kommt es 1789 auf der Rückreise zu der berühmten Meuterei.

Insgesamt musste die legendäre "Bounty" zwei Mal ein trauriges Schicksal ertragen: Die erste Bounty wurde nach der Meuterei vor der Insel Pitcairn auf Grund gesetzt und angezündet. Ein Nachbau, der in zahlreichen Filmen mitspielte, versank erst vor wenigen Jahren bei einem Hurrikan vor der US-Ostküste.

Moderation: Petra Volquardsen und Dietrich Lehmann

Die weiteren legendären Schiffe in dieser Sendung:

  • die "Völkerfreundschaft"
  • die "America"
  • die "Preussen"
  • die "Tina Onassis"
  • die "James Caird"

 

Weitere Informationen
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