Stand: 18.04.2018 12:00 Uhr

"Frag den NDR": Wir beantworten Ihre Fragen!

Auch die Moderatoren Ulf Ansorge (links) und Stephan Hensel stehen Ihnen Rede und Antwort.

NDR 90,3 und das Hamburg Journal berichten tagtäglich für Sie aus Hamburg. Egal ob Nachrichten, Reportagen oder kulturelle Themen, wir sind ständig im Einsatz, um Sie rund um die Uhr zu informieren und zu unterhalten.

Was möchten Sie über den NDR wissen?

NDR 90,3 und das Hamburg Journal möchten Ihnen gerne Einblicke in unsere Arbeit geben und all die Fragen beantworten, die Sie immer schon hatten. Wollen Sie wissen, wie sich unser Musikprogramm zusammensetzt oder nach welchen Kriterien wir Nachrichten auswählen? Egal, welche Frage Sie zum NDR haben, wir antworten gerne. Wir haben keine Geheimnisse und beantworten Ihre Fragen montags bis freitags zwischen 7 und 9 Uhr auf NDR 90,3.

Ihre Fragen - unsere Antworten:

  • Frage

    Ulrich Seehausen: "Mich stören am öffentlich-rechtlichen Rundfunk die Sportübertragungen, z.B. der Olympischen Spiele und Fußballweltmeisterschaften. Inzwischen wird gegen die FIFA und das IOC ermittelt, dennoch erhalten die Organisationen für die Sportübertragungsrechte Gelder in Millionenhöhe, die aus unseren Rundfunkbeiträgen finanziert werden. Man kann nicht Korruption verurteilen und gleichzeitig korrupte Organisationen fördern. Welche Beträge wurden denn für die Übertragungsrechte der letzten Fußballweltmeisterschaften und der Olympischen Spiele ausgegeben?"

  • Antwort

    Gert Gottlob, Leiter Programmbereich Sport im NDR: "Wir haben eine relativ klare Meinung, was die Zahlen angeht: Wir können keine Vertragsinhalte veröffentlichen. Die Berichterstattung hat zwei Aspekte: Zum einen wissen wir, dass Zuschauer, Hörer und Online-User ein sehr großes Interesse an den Großveranstaltungen haben - sowohl an der Fußball-WM, als auch an den Olympischen Spielen. Daher ist eine Übertragung Teil unseres Auftrages. Zum anderen gehört natürlich eine kritische Berichterstattung über ebendiese Organisationen dazu. Und die gibt es - sowohl über den IOC, als auch über die FIFA. Kollegen aus der gesamten ARD werden hier weiterhin sehr kritisch berichten."

  • Frage

    Rosalie: "Warum handeln sich die Berichterstattung häufig um negative oder bedrückende Themen? Und warum wird nicht auch mal was Positives gesagt? Dadurch wird man abgestumpft auf die Krisen, die es überall in der Welt gibt."

  • Antwort

    Adrian Feuerbacher, Leiter Programmgruppe Politik und Aktuelles NDR Info: "Das ist eine Frage, die uns in der Redaktion auch sehr beschäftigt. Wir haben daraus einen Schluss gezogen: Dass wir immer wieder gezielt versuchen sollten, die Perspektive zu wechseln. Und eben nicht allein auf Probleme, auf Krisen blicken, sondern auch auf mögliche Lösungsansätze, auf gelungene Projekte, vielleicht auf Menschen, die zu uns sagen 'ich trau mir zu, etwas zu verbessern.' Wir wollen ein möglichst breites Bild zeigen, und zu diesem Bild müssen eben nicht nur Probleme gehören, sondern auch konstruktive Ansätze. Und diesen konstruktiven Ansätzen geben wir inzwischen mehr Raum."

  • Frage

    Tanja: "Warum verschwinden Sendungen häufig so schnell wieder aus der Mediathek?"

  • Antwort

    Niels Rasmussen, Leiter Programmbereich Online und Multimedia: "Wir würden Sendungen gerne länger in die NDR Mediathek stellen, aber es gibt verschiedene Gründe, wieso das nicht immer geht: Für manche Beiträge haben wir keine Rechte, um sie ins Netz zu stellen. Dazu kommt, dass zum Beispiel angekaufte Spielfilme oder die Olympischen Spiele nur 24 Stunden online dürfen. Und dann gibt es das sogenannte Drei-Stufen-Verfahren, in dem verschiedene Verweildauern zugrunde gelegt sind: Manche Beiträge dürfen demnach unbegrenzt online sein, manche 12 Monate oder auch nur sieben Tage. Es hängt also vor allem vom Inhalt ab, wie lange Beiträge im Netz stehen.

  • Frage

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    Ruhe-Schild bei Studio-Sendungen.

    Marion Erdmann: "Warum gibt es nicht mehr Ruhe im Programm?"

  • Antwort

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    Frank Beckmann, Fernsehprogrammdirektor des NDR

    Frank Beckmann, NDR Fernsehdirektor: "Ich finde, das ist ein sehr berechtigtes Anliegen, weil ich glaube sogar, dass es einem Programm guttut. Es muss mal Sendungen geben, die schnell sind, und es muss in einem Programm auch mal umgekehrt Zeit geben, wo man sich auch ein bisschen entspannen kann. Bei uns im NDR Fernsehen haben wir ja durchaus eine Reihe von Formaten, wo man sagen kann 'da wirst du jetzt nicht soweit überanstrengt, dass du das Gefühl haben musst, dass du wirklich nochmal eine Ruhepause bräuchtest'. Beispielsweise 'Länder, Menschen, Abenteuer': Das ist ein Blick in fremde Kulturen, das ist mit Sicherheit kein schneller Blick. Sondern da ist auch einer, wo man auch sehr intim und sehr intensiv sich mit den Menschen vor Ort beschäftigt. Oder wenn Sie sich 'Mare TV' ansehen, da geht es vor allem auch um Landschaft. Da schwelgt man ja gerade auch ein Stückchen in den Bildern. Und ich bin mir auch ganz sicher, wenn Sie das ganze öffentlich-rechtliche Angebot sehen: Wenn man Ruhe sucht, wird man sie im Fernsehen auch finden."

  • Frage

    Bernd Freese: "Sind Informationen politisch gefiltert?"

  • Antwort

    Claudia Spiewak, NDR Info Chefin: "Sie haben den Eindruck, dass wir Medienmacher die Informationen politisch filtern, und mit diesem Vorwurf stehen Sie ja nicht ganz allein. Uns trifft das wirklich hart, weil wir uns sehr darum bemühen, jedes Thema möglichst aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Das gelingt uns natürlich nicht immer, und absolute Objektivität in der Berichterstattung gibt es glaube ich auch nicht - jedenfalls nicht, so lange Menschen am Werk sind. Aber das Bemühen darum, das gibt es, das kann ich Ihnen versichern - und zwar heute mehr denn je. Und dazu hat auch Kritik wie die Ihre beigetragen.

  • Frage

    Mehrere Hörer fragen: "Wieso macht ihr überhaupt noch Radio? Es gibt doch die ARD Audiothek oder die NDR Hamburg App ..."

  • Lutz Marmor, Intendant des NDR: "Das Schöne am Radio ist ja: Sie sitzen zum Beispiel im Auto und plötzlich kommt ein besonderer Song, die Stimme eines Moderators oder ein Thema, dass sie sehr interessiert. Dieses besondere überraschende Element erreicht viele Menschen emotional und mit dem Verstand. Ich glaube, das wird immer interessant bleiben. Zum klassischen Radio kommen heute viele andere interessante Angebote dazu - ein großer Vorteil: Über die ARD Audiothek zum Beispiel kann Vieles nachgehört werden und ist damit länger nutzbar. Diesen Weg werden wir bestimmt beibehalten."

  • Frage

    Ingrid Geyer aus Eppendorf: "Wo bekommt man das NDR 90,3 Radio?"

  • Antwort

    Steffi Banowski aus der NDR 90,3 "Hamburg am Morgen"-Redaktion: Unser neues "NDR 90,3 - Wir sind Hamburg"-Radio ist nur Original mit dem roten Knopf. Das gibt es im Prinzip in jedem ordentlich sortierten Elektromarkt und im Internet in unserem NDR-Shop. Sie können es aber auch gewinnen - in unserem Hamburg-Quiz.

  • Frage

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    Ein Toningenieur bedient die Regler in der Regie.

    Hartmut Kissel aus Bad Bramstedt fragt: "Habt ihr eigentlich noch ein analoges Archiv - also mit Schallplatten und Tonbändern, oder ist alles digital?""

  • Antwort

    Solche Stapel bildeten sich vor der digitalen Produktion in den Archivregalen des NDR.

    Sylvia Micke, NDR Archiv: "Früher haben wir alles, was im NDR entstanden ist, aufbewahrt - darunter viele tolle Reportagen. Seit Ende der 90er-Jahre werden Sendungen und Beiträge aber digital produziert und im digitalen Langzeitarchiv des NDR aufbewahrt. Das, was wir seitdem als LP, Magnetband oder CD bekommen, wird von uns digitalisiert. Ein analoges Archiv existiert also nicht mehr."

  • Frage

    Mehrere Hörer fragen: "Es wird ja vorgeschlagen, das Erste einzustellen und nur noch ZDF und die dritten Programme zu haben, was sagen Sie zu diesem Vorschlag?"

  • Antwort

    Lutz Marmor, NDR-Intendant: "Das wird Sie jetzt nicht überraschen: Ich finde den Vorschlag überhaupt nicht gut. Ob Tagesschau, Tatort oder Sportschau - Millionen Menschen nutzen das Erste und auf die Frage 'welchen Sender sehen Sie am liebsten?' nennen 46 Prozent das Erste, mehr als alle anderen Sender. Warum also ausgerechnet dieses Programm abschaffen? Ich finde den programmlichen Wettbewerb zwischen ARD und ZDF gut für die Zuschauerinnen und Zuschauer, er macht uns besser, er garantiert Vielfalt und eine hohe Qualität. Und ehrlich: Ein großes wirtschaftlich starkes Land wie Deutschland sollte sich das wirklich leisten können.

  • Frage

    Sara Könies aus Hamburg: "Ich hätte gerne gewusst, warum die Textbeiträge (Nachrichten, Wetter, Berichte, Moderation und so weiter) im Gegensatz zu der gespielten Musik im Radio immer so leise sind, so dass ich ständig an der Lautstärke regeln muss?

  • Antwort

    Markus Giza, Cheftechniker bei NDR 90,3: Es ist leider ein Problem, das nicht ganz so leicht zu lösen ist. Das Empfinden von laut und leise ist nämlich keine Frage der Technik, sondern passiert im Ohr, beziehungsweise im Kopf des Menschen. Sie kennen das bestimmt: Ein flotter Popsong kommt einem viel lauter vor als eine zart gesungene Ballade. Außerdem ist ein aktueller Hit viel kräftiger produziert als ein gemütlicher Oldie aus den 60ern. Bei Stimmen ist es das Gleiche: Manche Menschen reden laut und kräftig, manche eher zurückhaltend und vorsichtig. Und so kommt es dann, dass es bei der ganzen Vielfalt der Musik und Stimmen immer wieder Momente gibt, wo zum Beispiel ein lauter Song auf eine leise Stimme trifft - und schon stimmt da die Balance nicht mehr ganz.

  • Frage

    Andreas Avellies: "Wir werden eigentlich die Nachrichten bei NDR 90,3 gemacht? Wie viele Menschen sind daran beteiligt und was geschieht alles, bis die Meldung im Radio zu hören ist?"

  • Antwort

    Claudia Bruns, Nachrichten-Chefin von NDR 90,3: "Vielen Dank für Ihre Frage, Herr Avellies. Wir arbeiten in der Nachrichtenredaktion von NDR 90,3 täglich in drei Schichten, mit jeweils zwei Kolleginnen und Kollegen. Wir werten jeden Tag circa 10.000 Agenturmeldungen aus und können auf ein weltumspannendes Netz von Korrespondenten zurückgreifen. Als Sender für und in Hamburg ist es uns natürlich besonders wichtig, dass Sie bei uns immer besser über die Themen in unserer Stadt informiert sind. Dafür haben wir bei NDR 90,3 verschiedene Experten, wie beispielsweise für die Bezirke, die Bildungspolitik oder den Sport. Und so kommen wir jede Stunde zu den Themen, die Sie dann in den NDR 90,3 Nachrichten hören."

  • Frage

    Thomas Laupichler aus Schnelsen: "Die Aktion "Hamburger des Tages" ist ja nun schon alt. Wann wird endlich mal was Neues gebracht? Etwas langweilt die Aktion nun schon."

  • Antwort

    Ralph Eichmann, Redaktionsleiter von NDR 90,3 "Hamburg am Morgen": "Ja, wann ist etwas alt, wann löst man eine Serie ab? Schwierige Frage. Ich finde, der "Hamburger des Tages" ist eine tolle Rubrik, in der Sie die Hauptrolle spielen. Wir lernen jeden Morgen so tolle Menschen kennen, und ich persönlich freue mich nach wie vor über die schönen Geschichten, die sie uns erzählen und die in unserer Stadt passieren. Und deswegen denke ich, dass eine Serie erst dann alt oder langweilig ist, wenn es keine neuen Geschichten mehr zu erzählen gibt. Aber im Moment ist das nicht so. Uns rufen nach wie vor so viele Hamburgerinnen und Hamburger an, oder mailen, und wollen jemanden zum 'Hamburger des Tages' küren - solange das noch so ist, habe ich das Gefühl, es kann noch weitergehen."

  • Frage

    Uwe Klatt aus Deutsch Evern: "Ich sehe immer, dass Musiker, während sie spielen, ein Mikrofon im Ohr haben. Selbst bei Dirigenten vor ihrem Orchester habe ich es schon gesehen. Warum?"

  • Antwort

    Rudi Druve, NDR 90,3 Musik-Chef: "Das sind tatsächlich keine Mikrofone, sondern maßgefertigte Kopf- beziehungsweise Ohrhörer, auf denen der Musiker die für ihn wichtigen Instrumente und auch sein eigenes eingespielt bekommt. Dieses sogenannte In-Ear-Monitoring macht die Lautsprecher auf der Bühne in Richtung der Musiker überflüssig und vermeidet so die lästigen Rückkopplungen, die damit verbunden waren, also dieses sehr laute Piepen."

  • Frage

    Kerstin Schmidt-Kaniuth aus Wandsbek: "Wir vermissen Moderatorin Anke Harnack, ist sie nicht mehr beim NDR?"

  • Antwort

    Anke Harnack: "Moin Kerstin, das ist ja wirklich total lieb von Ihnen, dass Sie das fragen. Und keine Bange, ich bin nicht aus der Welt. Derzeit übe ich mich im Windelnwechseln und im Kinderwagenauseinander- und Zusammenklappen - denn ich bin Mutter geworden. Aber die Sendepause ist bald vorbei. Ab dem 3. September sehen Sie mich wieder beim Journal und ab dem 10.9. stehe ich am Nachmittag bei NDR 90,3 am Mikro.

  • Frage

    Daniela Stegmann aus Schwarzenbek: "Wie abhängig sind die öffentlich-rechtlichen Sender wirklich von der Politik und wie werden die Programme kontrolliert?"

  • Antwort

    Lutz Marmor, NDR-Intendant: "Das ist eine meiner wichtigsten Aufgaben, die Unabhängigkeit unserer Programme und die redaktionelle Freiheit zu gewährleisten. Das ergibt sich auch aus dem NDR-Staatsvertrag, aber es ist mir auch ein ganz persönliches Anliegen. Wir haben im übrigen auch ganz selbstbewusste Kolleginnen und Kollegen, die diese Unabhängigkeit in ihrer täglichen Arbeit auch leben. Bitte vertrauen Sie mir, wir sind unabhängig. Wir sind für die Mächtigen auch unbequem, denken Sie zum Beispiel an unsere jüngsten Enthüllungen zu den Steueroasen. Unsere Programme werden vom Rundfunkrat und vom Verwaltungsrat kontrolliert. Diese Gremien setzen sich aus vielen gesellschaftlichen Gruppen zusammen. Sie sollen die Gesellschaft widerspiegeln, und da sind dann Vertreter von Arbeitgebern, Gewerkschaften, Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, der Kirche, von Jugendverbänden dabei. Und das hat eine Vielfalt, die Norddeutschland widerspiegelt."

  • Frage

    Rainer Futter aus Lohbrügge: "Warum müssen eigentlich auch Menschen Rundfunkbeiträge zahlen, die gar keinen Fernseher und kein Radio haben?"

  • Antwort

    Lutz Marmor, NDR-Intendant: "Lieber Herr Futter, seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland will der Gesetzgeber, dass es einen gemeinschaftlich finanzierten Rundfunk gibt. ARD, ZDF und Deutschlandradio sind für alle da - und machen keine Gewinne. Wer kein Fernsehgerät oder ein Radio hat, der findet unsere Angebote auch online. Und jedem steht es frei, diese Inhalte zu nutzen. Der Beitrag ist auch nicht mehr, wie früher, an die einzelnen Geräte im jeweiligen Haushalt geknüpft. Dies ist nicht mehr zeitgemäß, weil viele Inhalte im Radio, im Fernsehen und Online in ganz unterschiedlichen Empfangsmöglichkeiten verfügbar sind. Dies hat der Gesetzgeber so festgelegt und ich finde diese Entscheidung auch richtig."

  • Frage

    Franziska Grünwald aus Ottensen: "Ich liebe das Intro vom Hamburg Journal und meine Frage ist: Bleibt das so?"

  • Antwort

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    Sabine Rossbach, Direktorin des NDR Landesfunkhauses Hamburg

    Sabine Rossbach, Landesfunkhausdirektorin: "Ich freu mich sehr, dass Ihnen der Vorspann des Hamburg Journals so gut gefällt, er ist musikalisch was ganz Besonderes. Vielen Menschen gefällt er, deshalb werden wir ihn so lange wie möglich weiterspielen. Man soll nie 'nie' sagen, aber im Moment kann ich Ihnen sagen, dass Sie nicht darauf verzichten müssen."

  • Frage

    Farina Diederich aus Blankenese: "Ich möchte gerne wissen, warum nicht mehr über das Handwerk allgemein gesprochen wird? Ich selbst bin Handwerkerin und finde, dass darüber mehr gesprochen werden sollte."

  • Antwort

    Claudia Bruns, Nachrichten-Chefin von NDR 90,3: "Liebe Frau Diederich, das ist eine ganz tolle Anregung, die wir gerne aufnehmen. Wir bei NDR 90,3 berichten ja schon regelmäßig über das Handwerk in Hamburg. Zum Beispiel über die Ausbildungs-Situation oder auch immer wieder im Rahmen der Arbeitsmarktzahlen. Auch im Hamburg Journal, im NDR Fernsehen, spielt das Handwerk immer wieder eine große Rolle. Zum Beispiel erst kürzlich im Rahmen einer großen Serie über Ausbildung in Handwerksberufen."

  • Frage

    Manfred Kock aus Barmbek Nord: "Ich hätte gerne gewusst, warum es keine Satire mehr im Programm gibt, oder politisches Kabarett?"

  • Antwort

    Hendrik Lünenborg, NDR 90,3 Programm-Chef: "Das stimmt, wir haben zur Zeit keine feste Comedy im Programm. Wir wollen Sie aber natürlich trotzdem zum Lachen bringen. Wir versuchen das auf unsere Art und Weise. Zum Beispiel mit überraschenden Moderationen oder witzigen Interview-Gästen. Alfons, der Franzose mit der Trainingsjacke, war gerade erst da. Auch Olli Dietrich war bereits mehrfach in diesem Jahr bei uns. Der NDR hat übrigens auch politisches Kabarett im Programm. Bei NDR Info gibt es jede Woche die Satire-Sendung "Intensiv-Station" und im NDR Fernsehen haben wir "extra 3". Nicht alle NDR Programme können und sollen immer alles selbst anbieten. Wir teilen uns das ganz bewusst untereinander auf."

  • Frage

    Nico Kutzner aus Hausbruch: "Mir gefällt es nicht, dass deutsche Künstler im Programm wie zum Beispiel Max Giesinger und Mark Forster gespielt werden und Helene Fischer nicht. Ihre Konzerte sind ausverkauft und sie hat mehrere davon hier in Hamburg gegeben."

  • Antwort

    Rudi Druve, NDR 90,3 Musik-Chef: "Erst einmal will ich einräumen, dass wir die Künstlerin Helene Fischer und ihre Arbeit unglaublich schätzen. Wie so oft gibt es bei diesem Thema aber zwei Seiten: Bestimmt kennen Sie Menschen, die gerne das Oktoberfest feiern oder ein Mittelalterfest besuchen. Worauf ich hinaus möchte: Ein Live-Event kann tausende Menschen anprechen. Doch diese Menschen erwarten nicht genau diese Musik auch im Radio. Live-Veranstaltung und Musik im Radio sind insofern nicht direkt vergleichbar."

  • Frage

    Evelyn Meier aus Jenfeld: "Warum muss der Verkehrsfunk immer mit Musik im Hintergrund gesendet werden? Im Auto kommen noch die Fahrgeräusche dazu und es ist mit der Musik manchmal sehr undeutlich, da auch noch sehr schnell gesprochen wird!"

  • Antwort

    Ralph Eichmann, Redaktionsleiter von NDR 90,3 "Hamburg am Morgen": "Natürlich ist für uns Verständlichkeit am allerwichtigsten! Die Meldungen, die wir im Verkehrszentrum Rotherbaum aufbereiten, sollen allen helfen, schnell und sicher von A nach B zu kommen. Gleichzeitig ist ein Block mit zehn oder 15 Meldungen ganz schön lang. Musik hilft einfach vielen Hörern, dranzubleiben. Vermutlich geht es besonders um die Dosierung - nicht zu laut, nicht zu hektisch. Ich hoffe und bin der Meinung, dass NDR 90,3 einen guten Kompromiss gefunden hat. Aber ich verspreche, wir nehmen Ihre Anregung mit und hinterfragen und jeden Tag aufs Neue, ob wirklich alles gut verständlich ist."

  • Frage

    Kurt Ludwig: "Ich vermisse Theresa von Tiedemann. Ist die bei Ihnen nicht mehr beschäftigt? Man hört sie gar nicht mehr bei NDR 90,3!"

  • Antwort

    Theresa von Tiedemann: "Ich freue mich sehr über Ihre Anfrage! Und: Ich habe NDR 90,3 auch sehr vermisst. Heute bin ich das erste Mal seit der Unterbrechung durch die Elternzeit wieder am Rothenbaum. Im März habe ich eine kleine Tochter bekommen. Ende November werde ich aber wieder im Studio stehen. Und dann für Sie liebend gerne wieder senden."

  • Frage

    Holger Knebel aus Finkenwerder: "Warum gibt es bei NDR 90,3 einen eigenen HSV-Reporter?"

  • Antwort

    Matthias Steiner, NDR 90,3 Sport-Chef: "Das ist wirklich eine spannende Frage. In der Fußball-Bundesliga sitzt jeweils ein Reporter bei den Spielen des HSV und berichtet stellvertretend für alle öffentlich-rechtlichen Radiostationen in Deutschland. Für uns bei NDR 90,3 in Hamburg sind die HSV-Spiele natürlich besonders wichtig: Wann immer etwas im Stadion passiert, wollen wir Sie natürlich sofort informieren. Und das ginge nicht, wenn der ARD Reporter gerade für einen anderen Sender spricht. Deshalb ist Lars Pegelow, unser HSV-Experte, immer live und exklusiv für NDR 90,3 am Ball. Übrigens auch zwischen den Spiel-Wochenenden, denn es gibt immer wieder interessante Geschichten. Damit wir Sie in Sachen Raute also wirklich immer auf Ballhöhe informieren können, haben wir einen eigenen HSV-Reporter."

  • Frage

    Wolfgang Köpp: "Hat NDR 90,3 einen neuen Musik-Chef? Was ist mit KPO, ist er nicht mehr beim NDR?"

  • Antwort

    Rudi Druve, NDR 90,3 Musik-Chef: "Herzlichen Dank für diese Nachfrage nach Herrn Otto, oder KPO, wie er ja hier im Programm auch immer gerne genannt wurde. Er ist im Sommer in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Das Oster-Programm war natürlich immer ein echter Hinhörer, das ist uns bewusst, und deshalb sind wir derzeit auch mit ihm im Gespräch, ob er für die Ostertage 2018 sozusagen noch einmal rückfällig wird und uns und Ihnen ein schönes Programm zusammenstellt und dieses dann natürlich auch moderiert."

  • Frage

    Karl-Heinz Nolden: "Der Bayerische Rundfunk sendet morgens mit entspannter Musik das "Alpenpanorama". Wäre das nichts für den NDR - alternativ mit dem Harz, Wendland, der Lüneburger Heide, den Inseln, Stadtansichten usw.?"

  • Antwort

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    Frank Beckmann, Fernsehprogrammdirektor des NDR

    Frank Beckmann, NDR Programmdirektor Fernsehen: "In der Tat haben wir auch einmal darüber nachgedacht, Kameras an verschiedenen Orten im Norden zu installieren, um eine Art 'automatisches Bild' der Region zu bekommen. Wir haben uns am Ende aber dagegen entschieden, unter anderem, weil man auch diese Kameras betreuen muss und das viel Geld kostet. Und wir glauben, dass es viel besser ist, Reporter durchs Land zu schicken und den Norden so einzufangen, dass es eine gewisse Qualität hat. Wir wollen nicht nur die Bilder aus dem Norden, wir wollen auch die Geschichten dazu erzählen. Wir sind überzeugt, dass dies für uns der bessere Weg ist."

  • Frage

    Sabine Schmidt: "Wer bestimmt, welche Lieder wann und wie oft in der Woche gespielt werden? Oft habe ich das Gefühl, jeden Tag die gleichen Lieder zu hören, dabei gibt es doch eine große Auswahl..."

  • Antwort

    Rudi Druve, NDR 90,3 Musik-Chef: "Die Musik im Radio ist heute längst kein Zufallsprodukt mehr nach dem Ermessen eines Musikredakteurs, sondern eine ernsthafte und durch Marktforschung begleitete Arbeit. Bestimmte Interpreten und vor allem auch bestimmte Titel tauchen deshalb nach nur wenigen Tagen wieder im Programm auf. Denn die eigenen Lieblingshits, die hört man nun doch am liebsten. Grundsätzlich ist es so, dass wir ständig an unserer Musikauswahl arbeiten und versuchen, immer mehr Vielfalt ins Programm zu bringen. Ein Beispiel dafür ist die NDR 90,3 Rubrik: 'Lange nicht gehört'."

  • Frage

    Beate Peters: "Könnten ARD und ZDF nicht mehr zusammenarbeiten? Warum gibt es zum Beispiel die Taufen von Königskindern sowohl beim ZDF als auch bei der ARD? - Man könnte sich doch absprechen, auch bei Auslandsberichten zum Beispiel oder beim Sport oder Krimis austauschen. Würde das nicht Kosten sparen?"

  • Antwort

    Frank Beckmann, NDR Programmdirektor Fernsehen: "ARD und ZDF arbeiten schon in vielen Themenfeldern zusammen, z.B. beim Morgenmagazin, beim Mittagsmagazin. Wir haben auch gemeinsame Sender, die wir zusammen unterstützen, z.B. den Kinderkanal oder Phoenix, 3sat und Arte. Und es gibt eben manche Felder, auf denen sich Zusammenarbeit nicht anbietet, weil wir wissen, dass die Zuschauer auch unterschiedliches Programm haben wollen. Und gerade diese Konkurrenz - wer macht die besten Krimis? Wer macht die beste Unterhaltungssendung? Wer die beste politische Information? - die führt, glaube ich, insgesamt dazu, dass das öffentlich-rechtliche Programm so gut ist wie es ist."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 18.04.2018 | 08:50 Uhr

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NDR 90,3 im Dialog - Ihre Fragen zum Programm

31.01.2018 20:00 Uhr

Welche Nachrichten schaffen es ins Programm von NDR 90,3 und wieso werden Radarkontrollen gemeldet? Programmchef Hendrik Lünenborg und Nachrichten-Chefin Claudia Bruns haben Ihre Fragen beantwortet. mehr