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Die krisengeschüttelte HSH Nordbank will dem staatlichen Rettungsfonds SoFFin ungenutzte Garantien in Höhe von 13 Milliarden Euro zurückgeben und weitere 17 Milliarden mittelfristig zurückzahlen. Das berichteten am Montag NDR 90,3 und die NDR 1 Welle Nord. Die Bank wird damit noch mehrere Jahre lang Staatshilfe beanspruchen. Die Garantieverträge laufen noch bis zu drei Jahre, wie ein Banksprecher NDR 90,3 bestätigte. Eine vorläufige Auflösung mache keinen Sinn, sagte der Sprecher.
Bankchef Dirk Jens Nonnenmacher hatte im "Handelsblatt" (Montagsausgabe) angekündigt, die Landesbank werde sich von allen Staatshilfen trennen. Einen Zeitpunkt hatte er jedoch nicht genannt. Die HSH Nordbank will die Staatsgarantien NDR 90,3 zufolge jedoch nicht tilgen, sondern durch günstigere Kredite ablösen. Nonnenmacher begründete die Entscheidung damit, dass sich die Bank derzeit über den Markt preiswerter mit Geld versorgen könne als über die Staatshilfe. "Die Refinanzierung hat sich in den vergangenen Monaten deutlich stabilisiert." So musste die HSH Nordbank in diesem Jahr laut Nonnenmacher deutlich weniger Geld als geplant ausgeben, um die Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten.
Insgesamt hatte der staatliche Rettungsfonds der Landesbank von Schleswig-Holstein und Hamburg ein Garantievolumen über 30 Milliarden Euro eingeräumt. Davon nahm die Bank bislang 17 Milliarden Euro in Anspruch. Die Hälfte dieser Garantien laufe in den kommenden zwölf Monaten aus, die andere Hälfte im Laufe der nächsten drei Jahre, erklärte Nonnenmacher. NDR 90,3 zufolge stehen der Bank trotz ihrer nicht sonderlich guten Kreditwürdigkeit Geldgeber zur Verfügung. "Unsere Investoren wissen, dass die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg zur Bank stehen", sagte Nonnenmacher dem "Handelsblatt". Aus diesem Grund, so NDR 90,3, wolle die HSH Nordbank zunächst den Garantierahmen der beiden Länder über zehn Milliarden Euro nicht aufgeben. Damit bestehen auch Auflagen wie die Deckelung der Managergehälter weiter.
Die Bank erwartet für dieses Jahr einen Verlust von einer Milliarde Euro, 2010 soll das Minus bei 700 Millionen Euro liegen. Für das Jahr 2011 rechnet Nonnenmacher mit einem dreistelligen Millionengewinn.
Das Sanierungskonzept sieht für die HSH die Halbierung der Bilanzsumme und die Aufspaltung in eine Kern- und Abbaubank vor. In die Abbaubank fließen rund 100 Milliarden Euro Bilanzsumme, beispielsweise internationale Unternehmensfinanzierungen und Immobilienkreditgeschäfte. Diese Bank habe eine eigene Organisationsstruktur und werde in der Jahresbilanz gesondert ausgewiesen, so Nonnenmacher.
Das Geschäftsmodell der schwer angeschlagenen HSH Nordbank hat nach Ansicht des Bankenrettungsfonds SoFFin keine Zukunft. (Meldung vom 15.10.2009)
Der Schleswig-Holsteinische Landtag verschiebt seine Abstimmung über das Rettungspaket für die HSH Nordbank auf Anfang April. (Meldung vom 18.03.2009)
Der Beschluss könnte auch der HSH Nordbank zugute kommen. (Meldung vom 06.03.2009)
Die schwer angeschlagene HSH Nordbank erhält von Hamburg und Schleswig-Holstein Hilfen in Milliarden-Höhe. (Meldung vom 24.02.2009)
Das Rettungspaket für die schwer angeschlagene HSH Nordbank sieht im Kern die Gründung einer gemeinsamen Anstalt öffentlichen Rechts für Hamburg und Schleswig-Holstein vor.
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