Studio Flensburg

Der Norden - die nordfriesischen Inseln und Halligen, die Marsch, die Geest, das östliche Hügelland mit seinen Fjorden: aus diesem Gebiet berichtet das Studio Flensburg. Seit über 60 Jahren betreut das älteste Studio in Schleswig-Holstein den Landesteil Schleswig und blickt auch über die Grenze ins südliche Dänemark.

Das Miteinander von (Platt-)Deutschen, Dänen und Friesen

NDR Studio Flensburg

Friedrich-Ebert-Straße 1
24937 Flensburg
Tel.: (0461) 14153 - 0
Fax: (0461) 283 43
E-Mail: studio.fl@ndr.de

In den Kreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg sowie der Stadt Flensburg leben 440.000 Menschen, eine viertel Million sind es nördlich der Grenze in Südjütland. Im nördlichsten Zipfel Deutschlands erstreckt sich zwischen dem Wattenmeer, der Schlei und der Flensburger Förde eine einmalige Naturlandschaft. Es ist auch ein besonderer Kulturraum. Ihn prägt vor allem das Miteinander von (Platt-)Deutschen, Dänen und Friesen. Es ist ein Gebiet mit viel Geschichte, es war eines, das lange von der Landwirtschaft dominiert war. Fremdenverkehr, Schiffbau sind heute fast traditionell zu nennen. Alternative Energien, Dienstleistung und IT-Anbieter sind inzwischen neben dem Handwerk die wirtschaftlichen Motoren im Norden.

Die Crew für den Norden  

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Nadina von Studnitz leitet seit 2016 das NDR Studio in Flensburg.

Gut ein Dutzend Mitarbeiter haben ihre Büros und Studios in dem Rundbau an der Friedrich-Ebert-Straße 1 in Flensburg. Selten sind sie alle dort anzutreffen. Der Kamerawagen rollt huckepack auf dem Sylt Shuttle zu Aufnahmen auf die Insel, von Dagebüll geht es mit der Fähre nach Amrum oder mit der Lore durchs Watt nach Oland, während in Kappeln der Ü-Wagen aus Kiel für den Reporter aus Flensburg die Satellitenantenne einrichtet. Studio Flensburg ist in der Region zu Hause, vor Ort, um zu recherchieren, informieren und zu unterhalten. Es berichtet auf Hochdeutsch, Plattdeutsch und Friesisch. Studioleiterin in Flensburg ist Nadina von Studnitz. Für den Hörfunk berichten Cassandra Arden, Lukas Knauer und Peer-Axel Kroeske. Für unsere friesischen Beiträge, für Sport und Gericht gibt es weitere Mitarbeiter. Karin Henningsen und Mirja Pape drehen für das Fernsehen zwischen Nord- und Ostsee. Wie für den Hörfunk gibt es auch ein live fähiges volldigitalisiertes Fernsehstudio. Dort schneidet Stefan Krasinsky Beiträge etwa für das Schleswig-Holstein Magazin. Im Büro hat Kathrin-Andrea Müller von der kleinen Kasse bis zu großen Projekten alles im Griff.

Wie alles begann

Berichte aus dem Norden  

Jeden Werktag entstehen in dem runden Bau neben dem Deutschen Haus in Flensburg um 10.30 und 16.30 Uhr Nachrichten für die Region. Jeden Tag liefert das Studio Berichte für das Programm von NDR 1 Welle Nord, immer wieder für den gesamten NDR und die ARD. Über 2.500 Interviews, Berichte, Reportagen werden jährlich für den Hörfunk produziert. Seit 2000 ist Flensburg auch Fernsehstandort. Kaum ein Tag vergeht, ohne einen Film aus Flensburg zum Beispiel im NDR Schleswig-Holstein Magazin. Wenn Frank Elsner im Norden Urlaub macht und etwas produzieren muss, nutzt er das Hörfunkstudio. Wöchentlich wird das Programm mit den Redaktionen von Hörfunk und Fernsehen im Landesfunkhaus Schleswig-Holstein in Kiel geplant, täglich aktualisiert, stündlich reagiert, wenn in der Förde ein Wal auftaucht, es in der Würstchenfabrik in Böklund brennt oder in Husum der "Blanke Hans" die Stadt bedroht.  

Hintergrund

Ein Studio im Herzen Flensburgs

Der NDR

12. November 1950: Der NWDR eröffnet das Studio Flensburg. Auch heute berichten Reporter aus der Region Schleswig, dem dänischen Grenzland sowie der Nord-und Ostseeküste. mehr

Eine runde Geschichte  

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Historie: NDR Reporter Max Rehbein interviewt am 1. Juni 1952 Ministerpräsident Friedrich-Wilhelm Lübke in Sankelmark.

Das Studio Flensburg ist die Keimzelle des NDR in Schleswig-Holstein. Sein Vorläufer, der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR), entschied sich 1950, das erste Studio nördlich von Hamburg an der deutsch-dänischen Grenze in Flensburg aufzubauen. Es sollte, so der damalige Intendant Adolf Grimme, dem Norden eine Stimme geben, auch südlich der Elbe auf die große Flüchtlingsnot im Norden aufmerksam machen und Brücken nach Dänemark bauen. Am 23. Dezember 1950 wurde aus dem zum Studio umgebauten ehemaligen Musikpavillon des Deutschen Hauses der erste Beitrag nach Hamburg geschickt. Mit der damals neuen UKW-Technik war es von 1951 an möglich, Radio zu regionalisieren. Am 16. Mai 1951 wurde die erste Sendung "Von Binnenland und Waterkant“ für Schleswig-Holstein aus Flensburg übertragen. 1965 - inzwischen hatte sich der NWDR in den NDR und den WDR aufgeteilt - entstand ein Studio in Kiel. Damit war Flensburg "nur noch“ für den Norden des Landes zuständig. War und ist aber immer noch das einzige in der gesamten ARD, das für Nord- und Ostseeküste zuständig ist.1970 wurde das Studio Kiel zum Funkhaus.

Bis 1981 blieb Flensburg das einzige Studio. Mit dem Aufbau der Landesprogramme kamen dann Lübeck, Heide und Norderstedt dazu. Das Haus an der Friedrich-Ebert-Straße 1 ist zwar mit modernster Technik ausgestattet jedoch in seiner Substanz und vielen baulichen Details noch original in Zustand der 1950er-Jahre erhalten. So hängen in einigen Büros noch Lautsprecher mit dem Logo des NWDR. 2007 wurde das Haus deshalb unter Denkmalschutz gestellt.

Weitere Informationen

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