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Teequalitäten

von Jürgen Schindler

Eine Frau trinkt eine Tasse Tee. © dpa Fotograf: Peer Grimm Teetrinker fiebern einem kleinen Ereignis entgegen. Jeden Tag kann es soweit sein, und der Champagner unter den Schwarztees, der "First Flush Darjeeling", kommt in die Läden. Auch Teehändler Jörg Böttcher aus Kiel freut sich darauf.

Aber warum wird daraus fast schon ein kleiner Hype gemacht?

Darjeeling ist ein Teeanbaugebiet im Norden Indiens. Wegen des Klimas macht die Ernte dort über den Winter Pause. Das Besondere an der ersten Pflückung - dem First Flush - ist, dass der Tee unglaublich mild und frisch schmeckt. Er lässt sich auch nicht lange lagern. Die zweite große Ernte heißt "Second Flush" und der Tee daraus ist schon wieder kräftiger und aromatischer.

Kleine Teesortenkunde

Es gibt ja ganz viele Teesorten, zum Beispiel Darjeeling, Assam, Ceylon und und und. Aber bei jedem Tee steht noch etwas wie Orange Pekoe oder Broken. Dabei geht es ums Teeblatt. Bleibt das ganz, so wie es vom Strauch kommt, spricht man von Pekoe. Ist es ein großes Blatt von hoher Qualität, nennt der Experte das Orange Pekoe. Orange hat nichts mit Orangen zu tun, man sagt, das geht auf das niederländische Königshaus, auf die Oranier zurück. Orange Pekoe steht also - wenn man so will - für königliche Teeblätter.

Zubereitung von grünem Tee für eine Zeremonie © picture-alliance/dpa-Fotoreport Fotograf: Bernd Weißbrod Detailansicht des Bildes Und hinter Broken verbirgt sich der Tee, der nicht mehr ganz ist. Er ist gebrochen worden, übrig bleiben die Blattstücke. Der Broken Orange Pekoe war also einmal ein königliches großes Blatt von hoher Qualität, dass jetzt in Stücke gebrochen ist. Die gebrochenen Tees sind ergiebiger und kräftiger im Geschmack als die Blatttees.

Was ist in Teebeuteln drin?

Bei Teebeuteln steht häufig gerade mal das Anbaugebiet drauf. Wenn der Tee nach Größe sortiert wird und die gebrochenen Blätter gesiebt sind, dann bleiben Stückchen übrig. Sie sind zum Teil so winzig, dass sich dafür der Begriff "Dust" eingebürgert hat, also englisch für Staub.

Hände halten eine Tasse Tee © picture-alliance Detailansicht des Bildes Der wird dann in die Teebeutel abgefüllt, denn auch in diesen winzigen Stückchen steckt ja noch der Geschmack des Blattes, von dem es kommt. Wenn ich also hochwertigen Tee siebe und den Staub in Teebeutel packe, schmeckt auch der lecker. Allerdings gibt es große Qualitätsunterschiede, die sich auch im Preis bemerkbar machen. Von 30 Teebeuteln zu 99 Cent kann man nicht das große Geschmackserlebnis erwarten.

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Schutzimpfung Bild (c) dpa
 

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traditionell zubereiteter japanischer Grüner Tee © picture-alliance/dpa-Report Fotograf: epa Everett Kennedy Brown
 

Die japanische Teezeremonie

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Vier Stunden kann die traditionelle japanische Teezeremonie dauern. Beitrag bei Alles, was gut tut! bei NDR 1 Niedersachsen.mehr