Die Besetzung des diesjährigen Poetry-Slams op Platt ist hochkarätig: Titelverteidiger Sven Kamin, Bleu Broode, Gerd Spiekermann, Meral Ziegler, Andy Strauss, Helge Albrecht, Jan Graf und Ines Barber (v.l.n.r.)
Bevor es losgeht, wird im Hof noch geschnackt. Viele Slamer verbinden langjährige Freundschaften, andere lernen sich bei den Slams erst kennen.
Noch ist der Saal leer: Die Tontechniker pegeln vor der Show Jan Grafs Mikrofon ein.
Erfahrener Slammer: Helge Albrecht holte schon einige Titel bei den Poetry-Slam-Meisterschaften Schleswig-Holsteins.
Ein Meister der plattdeutschen Sprache: NDR-Redakteur Gerd Spiekermann.
Meral Ziegler ist Hamburgerin mit schweizerischem und deutschem Pass. Op Platt Slammen? Kein Problem für die erfolgreiche Redekünstlerin.
Nach dem Soundcheck herrscht Stille im Flensburger "Kühlhaus" - doch in den nächsten Minuten öffnen sich die Türen für die Zuschauer.
Die Gastgeber Tanja Stubendorff und Björn Högsdal heißen die Zuschauer zum zweiten Slam op Platt in der Geschichte des Poetry-Slams willkommen.
Geslammt wird in Duellen nach dem K.o.-Prinzip: Die Zuschauer entscheiden durch ihren Applaus, wer weiter ist. Damit alles fair verläuft, zieht eine Los-Fee aus dem Publikum die Paarungen.
Titelverteidiger Sven Kamin trägt einen Text über die Schwierigkeiten des Plattdeutschredens vor.
Das Publikum ist begeistert von der Redekunst und dem Witz der Slammer.
Gerd Spiekermann kann das Publikum mit seiner skurrilen Erfahrung auf einem Gästeklo überzeugen und sich gegen Sven Kamin durchsetzen.
Auch wenn der gerade Vortragende ein Konkurrent ist: Es geht um das Können und die Kunst, und so wird jeder bejubelt.
Musik ist nicht erlaubt, doch Ines Barber schafft es, Melodien zu umschreiben - und den Zuschauern Klänge in den Kopf zu pflanzen.
Bleu Broode hingegen schafft sich anders Abhilfe: Er singt "An de Eck steiht ehn Jung mit'n Tüdelband".
Am Ende kann Bleu Broode die Runde für sich entscheiden.
Sehr einfallsreich ist der Text von Andy Strauss: Er trägt das Gedicht "Der Rabe" von Edgar Allan Poe vor - aus der Sicht des Raben.
Sonst auf Hochdeutsch, diesmal auf Platt: Meral Ziegler zeigt, dass sie durch und durch Slammerin ist und jede Sprache souverän beherrscht.
Bleu Broode (r.) kann sich im Finale gegen den erfahrenen Slammer Helge Albrecht durchsetzen.
Ein unterhaltsamer Abend mit spannenden Duellen geht zu Ende.
Der zweite Slam op Platt im ausverkauften Flensburger "Kühlhaus" hat allen Teilnehmern viel Spaß gemacht. Voller Vorfreude sehen sie der nächsten Veranstaltung am 29. September im berühmten Ohnsorg-Theater entgegen.