Schleswig-Holstein
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Startpunkt für den Sonntagsspaziergang ist in Bordesholm der Parkplatz in der Nähe der Klosterkirche und des Kreishauses. Der Rundweg ist etwa fünf Kilometer lang, die reine Gehzeit beträgt etwa eine bis anderthalb Stunden.
Hören Sie hier die Reportage von NDR 1 Welle Nord Reporter Jürgen Schindler.
Gleich gegenüber des Parkplatzes stoßen wir auf das alte Kreishaus. Bis Anfang der 30er-Jahre des vorigen Jahrhunderts existierte der Kreis Bordesholm, und bis heute hat das Gebäude im Stil des "Heimatschutzes" seinen repräsentativen Charakter bewahrt.
Wir wenden uns nach rechts und stoßen auf die mächtige Bordesholmer Linde. Man nimmt an, dass der Baum im 14. Jahrhundert an dieser Stelle gepflanzt wurde, also zu der Zeit, als auch das Klosterstift und die Kirche erbaut wurden.
Grabstätte des Herzogen-Paares in der Bordesholmer Klosterkirche
Von hier aus sehen wir schon die Klosterkirche. Sie gehörte zum Stift der Augustiner Chorherren, die dort bis ins 16. Jahrhundert hinein lebten. In der Klosterkirche gibt es unzählige Details zu entdecken. Für die Besichtigung sollte man ausreichend Zeit einplanen. Auffallend ist im Mittelgang das Grabmal von Anna von Brandenburg und Herzog Friedrich I. "Das Paar gilt als die Stammeltern des heutigen dänischen Königshauses", erklärt der Bordesholmer Kunsthistoriker Nils Clausen.
Vom ehemaligen Klosterstift ist unter anderem ein Gewölbekeller erhalten. Dort sind Fundstücke aus seiner Geschichte erhalten. Die Ausstellung ist immer am Wochenende geöffnet.
Ein Pfad schlängelt sich über die Wiese hinunter zum See. Dort stoßen wir auf einen vergitterten Tunnel. "Es handelt sich hier um einen richtigen Geheimgang, der schon zu Zeiten der Augustiner Chorherren existierte", erzählt Nils Clausen. Bis heute ist allerdings nicht klar, wozu er gedient hat.
Bordesholmer See mit Badesteg und Klosterkirche. Foto: Ingo Bastian, Bordesholm
Der Bordesholmer See ist ein Überbleibsel aus der Weichsel-Eiszeit. Wir umrunden ihn auf einem Spazierweg, der uns nach kurzer Zeit in einen Wald führt. "Das ist ein Waldmeister-Buchenwald", weiß Förster Jörn Winter. Er ist geprägt von der Rotbuche und dem Waldmeister, und er beherbergt eine Vielzahl von Laubbäumen wie Buchen, Eichen, Hainbuchen, Ulmen, Eschen, Erlen oder Weiden.
Wir treten wieder aus dem Wald heraus mit herrlichen Blicken auf den See. Jogger traben an seinen Ufern entlang, im Sommer wird hier auch gebadet. Schließlich führt uns der Rundweg zum Ausgangspunkt des Spazierganges zurück.