Stand: 18.02.2016 10:15 Uhr

VR Classics: Letzte Vorbereitungen vor dem Start

Seit über einem halben Jahrhundert trifft sich immer im Februar in Neumünster die internationale Reit-Elite. Heute geht es wieder los - das inzwischen 66. Traditionsturnier VR Classics. Vier Tage lang - bis zum 21. Februar - müssen sich die Reiter in den Kategorien Springen und Dressur beweisen. Bis zur letzten Minute waren viele fleißige Hände nötig, damit in den Holstenhallen die Jagd auf die Weltranglistenpunkte überhaupt beginnen kann und die Besucher beste Sicht auf Pferde und Reiter haben.

Top im Zeitplan

Bild vergrößern
Die VR Classics finden zum 66. Mal in den Holstenhallen in Neumünster statt.

Der Aufbau ist rechtzeitig fertig geworden - und eine Neuheit könnte bei den VR Classics für noch mehr Tempo sorgen: Die Helfer haben einen nagelneuen Reitboden verlegt, der speziell auf die Bedürfnisse der teueren Turnierpferde abgestimmt ist. Letzte Werbebanner wurden noch angebracht, die Stände auf dem Außengelände stehen schon. Die Feinjustierung kommt zum Schluss. Alexander Durban, einer der Verantwortlichen für den Aufbau, ist zuversichtlich: "Wir sind top im Zeitplan - wir liegen sogar ein bisschen vor dem Zeitplan."

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier

Ungefähr ein dreiviertel Jahr nehmen die Planungen des Turniers in Anspruch. Die beginnen direkt nach dem Ende des letzten Turniers - mit einem Brainstorming der Mitarbeiter. Danach werden die Planungen konkreter. Die verschiedenen Dienstleister müssen für das kommende Event rechtzeitig angefragt werden. Nach dem Turnier ist also vor dem Turnier.

Internationale Wettkämpfer und fachkundige Fans

Bild vergrößern
Carsten-Otto Nagel aus Wedel, Mannschaftsweltmeister im Springreiten, startet ebenfalls in Neumünster.

Viele der insgesamt 250 Reiter sind schon eingetroffen. Für die Teilnehmer aus ingesamt 22 Nationen ist das Treffen schon längst dick im Terminkalender angestrichen. Und ähnlich hält es auch das begeisterte und fachkundige Publikum - die Pferdefreunde und Reitfans reisen nicht nur aus Deutschland an. Vielleicht gibt es aber dieses Jahr einen schleswig-holsteinischen Heimsieg. Unter anderem treten die Mannschaftsweltmeister im Springreiten, Carsten-Otto Nagel aus Wedel und Janne Friederike Meyer aus Schenefeld (Kreis Pinneberg) an, aber auch Nachwuchstalente wie die Mannschaftseuropameisterin Theresa Ripke aus Steinfeld (Kreis Schleswig-Flensburg). Der letzte Heimsieg ist schon etwas her. 2007 gewann Thomas Voß aus Schülp bei Nortorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde) mit seinem Wallach Leonardo B.

Room-Service für die Pferde - nebenan das Restaurant

Rund 250 Pferde und ihre Pfleger erwartet der Stallwart. Er kümmert sich darum, dass im Stall alles rund läuft. Stroh und Späne müssen immer wieder verteilt werden. Die Zelte, Gänge und Boxen wurden mit Schildern beklebt, sodass jeder gut seinen Platz findet. Den einen oder anderen Sonderwunsch erfüllt der Stallwart natürlich auch gerne. Für ihn ist das Turnier etwas Besonderes, weil es eine Traditionsveranstaltung ist. Und die birgt auch die eine oder andere kleine Besonderheit: Zum Beispiel das Restaurant: Die Buurendeel befindet sich mitten im Stall. Lediglich zwei Stufen trennen den Stall vom Gastronomiebereich. Pfleger und Reiter freuen sich über die kurzen Wege.

Weitere Informationen

Ahlmann gewinnt Großen Preis von Neumünster

Christian Ahlmann ist derzeit kaum zu schlagen: Der Springreiter aus Marl hat am Sonntag den Großen Preis von Neumünster gewonnen. Die Dressurprüfungen dominierte Isabell Werth. mehr