Stand: 29.09.2017 05:05 Uhr

Das Geheimnis der Flaschenpost bleibt ungelöst

In einer Schnapsflasche steckt der weiße Zettel, beschrieben mit einem blauen Filzstift. Soviel lässt sich von außen erkennen. Die meisten Finder könnten ihre Neugier wohl kaum bezähmen und würden sofort versuchen, der Flaschenpost ihr Geheimnis zu entlocken. Nicht so Heidi Bubenzer. Die Kielerin hat am Wochenende am Strand von Schilksee eine Flaschenpost gefunden. Eine Zeile konnte sie auf dem Zettel durch das Glas erkennen: Berlin, 16.01.2001. Doch anstatt die Flasche zu öffnen und die ganze Nachricht zu lesen, hat sie uns angerufen. Horst Hoof hat sie zu sich ins Studio eingeladen und die Flasche mit ihr gemeinsam geöffnet.

Ein großer Moment in Guten Morgen Schleswig-Holstein

"Schreib zurück"

Der Zettel ist vom Wasser, in dem er fast 17 Jahre lag, noch ganz feucht. Als Heidi den Korken entfernt, ist der vormalige Inhalt der Flasche noch gut zu riechen - die Flaschenpost ist also bestens konserviert. Mit größter Vorsicht versucht Heidi die Nachricht Stück für Stück durch den schmalen Flaschenhals zu ziehen. "Ganz vorsichtig, er soll ganz bleiben! Ich will ihn als Erinnerung behalten", kommentiert die 62-Jährige. Live auf Sendung übernimmt Horst Hoof dann den Rest, zieht den Zettel aus dem Flaschenbauch und entrollt ihn. Die Nachricht ist dann doch eher simpel gehalten: "Schreib zurück", steht darauf und darunter ein etwas unleserlicher Name und eine Adresse in Berlin. Enttäuscht ist Heidi aber nicht: " Es sind diese kleinen Dinge im Leben, die mir Spaß machen. Das ist doch spannend: 16 Jahre war die Flaschenpost unterwegs!" Antworten will sie dem Verfasser der Nachricht auf jeden Fall.

Wer ist der Absender?

Eine Hand zieht einen zusammengerollten Zettel aus einer Flasche. © NDR Fotograf: Lisa Pandelaki

Die Recherchen zur Flaschenpost

NDR 1 Welle Nord - Guten Morgen Schleswig-Holstein -

Eine Flaschenpost, eine Nachricht und eine Adresse: Reporter Samir Chawki erzählt Horst Hoof, wie seine Recherchen zum Absender der Flaschenpost verlaufen sind.

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Das unterstützen unsere Moderatoren natürlich gerne - nach ersten Recherchen finden wir unter der angegebenen Adresse einen Namen, der passen könnte. In Birkenwerder - einem 8.000 Seelen Ort in Brandenburg - gibt es insgesamt drei Männer mit diesem Nachnamen. Telefonisch erreichen wir allerdings keinen. Nach einem Anruf beim Gemeindebüro kommen wir weiter: Dana Thyen ist in Birkenwerder für Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Sie kennt sogar einen der drei Kandidaten und recherchiert mit. Es handelt sich um den Sohn des Mannes, der unter der angegeben Adresse wohnt. Von ihm erfährt sie, dass die Eltern im Urlaub sind, er selbst war nicht der Autor. Den zweiten Sohn erreichen wir dann, doch auch er weiß nichts von einer Flaschenpost. Wir müssen warten bis die Eltern der beiden aus dem Urlaub kommen.

Die Flaschenpost, die keiner schrieb

Am Donnerstag ist es so weit, Dana Thyen erreicht die Ehefrau und Mutter der Familie. Ihre ernüchternde Antwort: Die Flaschenpost ist nicht von der Familie geschickt worden und auch die Handschrift weicht von der ihrer Söhne und ihres Mannes ab. Unsere Spur läuft ins Nichts. Wer nun also die Nachricht geschrieben hat, und ob die Flaschenpost wirklich vor 16 Jahren bei Berlin ins Wasser geworfen wurde, bleibt wohl erstmal ein Rätsel.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Guten Morgen Schleswig-Holstein | 29.09.2017 | 05:05 Uhr

Guten Morgen Schleswig-Holstein

Ganz entspannt in den Morgen: Horst Hoof und Mandy Schmidt sind werktags ab 5 Uhr für Sie da - mit Musik und dem Wichtigsten aus unserem Land, damit Sie gut in den Tag kommen. mehr

Horst Hoof

Mit Punkrock wollte er einst reich und berühmt werden, gelandet ist er beim Radio. Schleswig-Holstein ist seine Heimat geworden. Er schätzt die Menschen hier und liebt das Meer. mehr