Weitere Informationen

Intendanten und Direktoren im Porträt

Die Bildergalerien zeigen die Intendanten, Stellvertretenden Intendanten und die Direktoren des NDR. mehr

Weitere Informationen
Ein altes Radio © picture-alliance/KPA/Wolfram Weber Fotograf: Wolfram Weber
 

Von langen und kurzen Wellen

Programm braucht Technik. Der Weg der Lang- und Kurzwellen von den Anfängen der Rundfunkübertragung bis zur regelmäßigen Ausstrahlung von Stereosendungen. mehr

 

Zum 80. Geburtstag der Welte-Funkorgel

von Jürgen Lamke

Eine neue Orgel für den neuen Sendesaal

Weltefunkorgel 1931  Detailansicht des Bildes Spieltisch der Welte-Funkorgel, Norag 1931 1924 begann mit der Gründung der Nordischen Rundfunk Aktiengesellschaft (NORAG) der Rundfunk in Norddeutschland. Kamen die ersten Radiosendungen noch aus provisorischen Studioräumen in der Hamburger Binderstraße, wurden im Zuge des Neubaus der NORAG 1929/30 erstmals spezielle Rundfunkstudios gebaut. Dabei erhielt der große Sendesaal hydraulisch gesteuerte Vorrichtungen, um durch Verschieben von Wänden und Fahren von Podien und Decken die akustischen Gegebenheiten der jeweiligen Übertragung anzupassen.

Intendant Bodenstedt mit Vision

Wie jeder große Konzertsaal sollte der neue Sendesaal auch eine Orgel erhalten. Das Besondere an diesem Instrument, wie es dem damaligen Intendanten Hans Bodenstedt vorschwebte, bestand darin, dass die Orgel möglichst vielen musikalischen Stilrichtungen genügen sollte: Werke des sakralen und sinfonischen Bereichs sollten ebenso wie die der leichten Muse vom Organisten gespielt werden können, allein oder im Ensemble.

Es gab bereits Modelle, die bei der Entwicklung der Welte-Funkorgel Pate standen, so z. B. eine Welte-Kinoorgel in Hannover oder die selbstspielende Welte-Philharmonie-Orgel, die bei Sendungen aus dem Steinway-Haus in Hamburg zum Einsatz kam. Bei der neuen Orgel ging es jedoch um nichts Geringeres als den Bau eines Instruments, das in erster Linie den besonderen technischen Erfordernissen des Rundfunks gerecht werden und gleichzeitig musikalisch vielseitig einsetzbar sein sollte.

Die Lösung hieß "Nahwerk“, "Nah-" oder "Soloorgel". Der Anschluss einer solchen - zweiten - Orgel sorgt dafür, dass die zarten Stimmen im vollen Chor des Werkes nicht,  wie oft bei Orgeln üblicher Bauart,  untergehen und damit die eigentliche Melodie möglicherweise völlig verdeckt wird. Im Gegenteil: Die zusätzliche Soloorgel verdoppelt die Stimmen und rückt sie gleichzeitig so nach vorn, dass die tragende Melodie immer zu hören ist.

Audios

Heimweh - Erkennungsmelodie Gerhard Gregors

Komponist: Hans Leib (1893-1983), Studio-Produktion des NDR

Audiobeitrag starten (00:50 min)
Weitere Informationen

Jürgen Lamke über die Welte-Funkorgel des NDR

Der Autor ist Rundfunkpianist, Cembalist und Organist beim Norddeutschen Rundfunk.

Download starten
Links

Die große Welte-Funkorgel des NDR Hamburg ist eine der größten Multiplex-Pfeifenorgeln Europas.

Link in neuem Fenster öffnen