Im Porträt: Die Intendanten und ihre Stellvertreter
Die Bildergalerie zeigt die Intendanten und Stellvertretenden Intendanten des NDR.
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In Flensburg begann am 12. November 1950 die Rundfunkgeschichte des neuen Bundeslandes Schleswig-Holstein. 1.400 Gäste feierten im „Deutschen Haus“ die Eröffnung des ersten Studios des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR) nördlich von Hamburg. Eineinhalb Jahrzehnte produzierte Flensburg Radio für Schleswig-Holstein. Erst dann übernahm das neue Studio Kiel die Federführung und wurde 1970 zum Funkhaus ausgebaut. Damit war Flensburg endgültig Außenstudio.
Zuständig ist es bis heute für den Landesteil Schleswig und das südliche Dänemark. Seit Anbeginn ist das Studio im kreisrunden ehemaligen Musikpavillon des Deutschen Hauses im Herzen Flensburgs untergebracht. Seit 2000 ist es auch Fernsehstandort. Rund ein Dutzend Mitarbeiter berichten heute aus dem einzigen Studio des NDR, das für Nord- und Ostseeküste zuständig ist.
Um besser auf „landsmannschaftliche Belange“ eingehen zu können, beschloss der 1948 von den Briten gegründete NWDR Studios zu gründen. Nach Dortmund im Februar und Oldenburg im Mai folgte im November 1950 Flensburg.
Ü-Wagen vor Ort in Travemünde
Damit hatte sich der NWDR gegen die neue Landeshauptstadt Kiel entschieden. Flensburg hatte mit dem ehemaligen NORAG-Intendanten Hans Bodenstedtund dem SPD-Politiker und späteren Flensburger Oberbürgermeister Heinz Adler schon früh einflussreiche Fürsprecher gehabt. Ihr zentrales Argument: Es gelte „gerade an der Grenze zu Dänemark ein Zeichen für die deutsche Kultur zu setzen“. Die schien damals in Gefahr.
Auch im Norden herrschte Not. Verstärkt wurde sie durch die überproportionale Aufnahme von Flüchtlingen in Schleswig-Holstein. Das verschaffte der „Neudänischen Bewegung“ erheblichen Zulauf. Sie forderte, der Landesteil Schleswig müsse wieder Teil Dänemarks werden. Zwar hatte das Königreich schon 1945 unmissverständlich erklärt „Danmarks Grænser ligger fast“, doch war die Angst, das ohnehin wirtschaftlich zu kleine und schwache neue Bundesland könne zerfallen, damals groß und real. Ein Studio an der Grenze sollte ein Zeichen für die deutsche Kultur setzen. Das überzeugte die Gremien des NWDR und so war die Entscheidung gefallen. Allerdings waren Geld- und Benzinmangel noch zentrale Themen. Im März 1948 rang sich der Sender schließlich durch und stellte 30.000 Mark bereit, um eine „Veranstaltungsstätte“ aufzubauen.