Freizeit nach Lust und Laune gestalten

Zwei Freundinnen liegen auf dem Bett im Kinderzimmer und schreiben eine SMS. © picture-alliance / dpa Fotograf: Heiko Wolfraum Detailansicht des Bildes Freundinnen unter sich. Eltern junger Musliminnen erlauben ihren Töchtern Freizeitaktivitäten oft nur ungern. Mit den Freundinnen am Nachmittag einkaufen gehen, sich Tipps zum Schminken geben oder gemeinsam in Zeitschriften blättern: Junge Mädchen verbringen so am liebsten ihre Freizeit. Doch viele muslimische Mädchen müssen den Nachmittag zu Hause verbringen, wo sie unter der Aufsicht ihrer Familien stehen. Sogar Klassenfahrten gestatten Eltern oft nicht. Muslimische Jungen hingegen dürfen nachmittags Fußball spielen oder einen Sportverein besuchen. Für die Mädchen ist es ungleich schwieriger, sich ins Freizeitangebot der Stadt zu integrieren. Schwimmen gehen oder etwa einen Tanzkurs besuchen, ist für viele nicht erlaubt.

Freizeitangebot für junge Musliminnen - Die Vision wird Wirklichkeit

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Ins Kino gehen oder Sport treiben

Vielen muslimischen Mädchen sind Freizeitaktivitäten nicht erlaubt. In Hildesheim ist eine Gruppe für Mädchen geplant, die ihnen hilft, die eigenen Bedürfnisse zu leben.

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Diesen Umstand möchte Dorothea Thimian vom Kinderschutzbund Hildesheim ändern. Ihre Vision: Türkische, kurdische oder afrikanische Jugendliche treffen sich einmal wöchentlich und können machen, worauf sie Lust und Laune haben. Dieser Traum soll verwirklicht werden. Mädchen für diese Gruppe sollen mit Hilfe einer Lehrerin von der Gesamtschule Hildesheim gefunden werden. Die Pädagogin stellt den ersten Kontakt her, so dass die Mädchen Vertrauen fassen können.

Welchen Stellenwert haben Mädchen im Familienverband?

Ein islamisches Mädchen mit Kopftuch in einem Klassenraum. © iStock, Fotolia Fotograf: Zurijeta, Uolir Detailansicht des Bildes Freizeitmöglichkeiten für muslimische Mädchen möchte Dorothea Thimian vom Kinderschutzbund ins Leben rufen. Neben den typischen Mädchenthemen möchte Dorothea Thimian mit der Gruppe auch über andere Dinge sprechen. Zum Beispiel über das, was sie von ihren deutschen Klassenkameradinnen unterscheidet: Wie sieht der Alltag in den Familien aus? Welche Lebensgewohnheiten haben sie? Welchen eigenen Stellenwert haben die Mädchen im Famlienverband? Um die Mädchengruppe gründen zu können, braucht der Kinderschutzbund Geld. Dorothea Thimian hofft, im neuen Jahr mit der Gruppe zu starten. Im Idealfall passiert, was schon seit Jahrzehnten immer wieder versucht wurde, jedoch nur selten gelungen ist - echte Integration.

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