Eine Malwerkstatt für Hameln

Der Kinderschutzbund Hameln unterstützt jedes Jahr hunderte Kinder dabei, mit traumatischen Erlebnissen wie sexuellem Missbrauch oder einer Trennung der Eltern zurecht zu kommen. Neben einfühlsamen Gesprächen setzen die Betreuerinnen in Einzelfällen seit einer Weile auch auf betreutes Malen. Ein spezieller Malort soll nun ein fester Bestandteil der Unterstützung werden, erklärt Sozialpädagogin Annette Schulte: "Beim Malort, so wie wir ihn kennengelernt haben, ist das eine gute Möglichkeit, ganz gezielt Kinder ans Malen zu bringen und damit auch ganz gezielt so ihre Gedanken und ihre belastenden Gedanken ausmalen zu können."

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Kinderbetreuung im Nordosten © picture-alliance/ ZB Fotograf: Jens Büttner
 
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Mit Malen das Trauma bewältigen

An dem Hamelner Malort sollen jährlich 100 Kinder traumatische Erlebnisse verarbeiten dürfen. Damit er langfristig bestehen bleibt, ist der Kinderschutzbund auf Spenden angwiesen.

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Einen Anteil von 15.000 Euro muss der Kinderschutzbund Hameln selbst aufbringen, um den Malort zu finanzieren. Dazu kommen hohe Folgekosten. "Schließlich sei es wichtig," sagt die Vorstandsvorsitzende Elisabeth Beerboom-Schönig, "die Kinder mit hochwertigen Malutensilien zu versorgen und nicht mit irgendwelchen Billigpinseln." Die Pädagogin Annette Schulte ist guter Hoffnung, dass die Kinder im Malort tatsächlich viele ihrer Probleme zurücklassen können. Noch in diesem Jahr sollen sich die ersten Kinder im neuen Raum die Sorgen von der Seele malen können.