Kinderrechtepark in Bad Oldesloe
Ein einzigartiges Projekt: In Bad Oldesloe entsteht der erste Kinderrechtepark Deutschlands. mehr
Seit mehr als zehn Jahren gibt es sie - die Schulbesuche des Braunschweiger Kinderschutzbundes. Zunächst in den Orientierungsstufen, mittlerweile in den Grundschulen informieren die Mitarbeiter über die Angebote des Kinderschutzbundes. Die Kinder lernen, dass sie eigene Rechte haben und dass es Menschen gibt, die ihnen bei der Wahrung dieser Rechte zur Seite stehen. "Dabei ist der persönliche Kontakt in den Schulen unglaublich wichtig", sagt Roswitha Goydke vom Kinderschutzbund Braunschweig. Ziel ist es, dass die Kinder wissen, dass sie sich Hilfe holen können und wo sie diese Hilfe bekommen.
Seit zehn Jahren informiert der Kinderschutzbund Braunschweig Kinder über ihre Rechte. Beim Besuch in der Klasse 4A der Diesterwegschule war NDR.de dabei.
Mittlerweile besucht Roswitha Goydke mit zehn weiteren ehrenamtlichen und speziell geschulten Mitarbeitern nahezu alle vierten Klassen der Grundschulen Braunschweigs. Im vergangenen Jahr haben sie 124 Klassen besucht. "Ein großes Engagement, das wir meistens nicht einmal mit einer Fahrtkostenpauschale oder Aufwandsentschädigung würdigen können", sagt die pensionierte Psychologin.
Beim Kindertelefon melden sich mehr Mädchen als Jungen mit ihren Problemen.
Während der Schulbesuche informieren die Mitarbeiter des Kinderschutzbundes über das deutschlandweit erreichbare "Kinder- und Jugendtelefon". Mit Erfolg, denn nach den Unterrichtsbesuchen melden sich die Kinder bei den Telefonberatern. Die Probleme reichen dabei vom Liebeskummer bis zu Gewalt und Mobbing. "Einfache Infozettel wiegen den persönlichen Kontakt mit den Kindern nicht auf", sagt Roswitha Goydke.
Das Kinder- und Jugendtelefon ist erreichbar unter der Nummer (0800) 111 0 333. Die Telefonate werden anonym behandelt. Kein Kind muss seinen Namen nennen. Außerdem taucht die Telefonnummer des Beratungstelefons NICHT in der Telefonabrechnung auf. Rund zwei Drittel der Anrufer sind Mädchen. Wenn das Problem des Kindes nicht am Telefon gelöst werden kann, bekommt es Telefonnummern von Ansprechpartnern und Anlaufstellen vor Ort.