In Rinteln kommt kein Kind zu kurz

Von den Großeltern zu Hause betreut werden, während die Eltern ihrem Beruf nachgehen, ist für viele Kinder eine große Freude. Doch diese Art der Betreuung ist selten geworden und viele Eltern sind überlastet. Sie planen sowohl ihren als auch den Alltag ihrer Kinder vom morgendlichen Frühstück an minutiös.

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Eine Mutter redet mit ihrer Tochter. Themenbild der Aktion "Hand in Hand". © imago/McPHOTO Fotograf: McPHOTO
 
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Zeit für Kinder und ein Ohr für die Eltern

Backen, spielen oder vorlesen. Dorothea Ocker bekommt alle zwei Wochen Besuch von einem Mädchen, das zwischen den Geschwistern nicht die nötige Aufmerksamkeit erhält.

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Einfühlungsvermögen, Lebenserfahrung und Zeit für Kinder und Familien

Familienpatin Jutta Uhde liest einem Mädchen vor. © Familienpaten Rinteln / Albrecht Schäffer Fotograf: Albrecht Schäffer Detailansicht des Bildes Familienpatin Jutta Uhde liest einem ihrer Patenkinder vor. In Rinteln kümmern sich im Auftrag des Kinderschutzbundes seit drei Jahren sogenannte Familienpaten um die - in der Regel - sozial schwachen Familien. Mareike Spilker ist eine der ehrenamtlich tätigen Paten und betreut zwei der vier Kinder einer albanischen Familie. Auch der Mutter steht sie zur Seite: "Ich spreche mit der Mutter über aktuelle Dinge, ob Elternsprechtage anliegen, ob in der Schule oder im Kindergarten etwas anliegt". In einer anderen betroffenen Familie kümmert sich Patin Dorothea Ocker insbesondere um ein Mädchen, das neben den Geschwistern oft zu kurz kommt: "Nur wir beide alleine verbringen den Nachmittag und spielen, backen oder lesen". Die Kleine ist in den Momenten mit der Familienpatin entspannt und glücklich.

Gestärkt und ermutigt den Alltag bewältigen

Mit viel Einfühlungsvermögen und Lebenserfahrung unterstützten die Paten Eltern und Kinder ein bis zweimal wöchentlich für knapp drei Stunden. Junge Mütter und Alleinerziehende können durch die Ermutigungen gestärkt den Alltag bewältigen. Zurzeit profitieren 26 Familien von der Hilfe und der Bedarf ist so groß, dass es inzwischen eine Warteliste gibt. "Spenden würden dazu beitragen, dass die Warteliste kürzer wird", sagt Albrecht Schäffer vom Kinderschutzbund.

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Mutter zeichnet gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter © imago/McPHOTO
 

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