Alles zum "Tatort"
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Schauspielerin Maria Furtwängler engagiert sich auch privat im Kampf gegen Zwangsprostitution.
Nachdenkliche Gesichter nach der Presse-Premiere der neuen Tatort-Doppelfolge "Wegwerfmädchen" und "Das goldene Band" am Mittwoch im Hamburger Hotel Atlantic: Noch allzu präsent sind die gerade gezeigten Bilder zweier Mädchen, die im Rahmen einer High-Society-Männerparty betäubt, vergewaltigt und später in Säcke gepackt auf einer Müllkippe entsorgt werden. Im Fall der weißrussischen Zwangsprostituierten ermittelt Charlotte Lindholm in einem Sumpf aus Filz und Korruption. Ausgestrahlt werden die Folgen am 9. und 16. Dezember um 20.15 Uhr im Ersten. Gemeinsam mit Christian Granderath, Leiter der NDR Abteilung "Film, Familie und Serie", hat Schauspielerin Maria Furtwängler die Idee zu dieser Tatort-Doppelfolge zum Thema Zwangsprostitution entwickelt.
Am Anfang stand dabei ein echter Skandal um einen Hannoveraner Staatsanwalt, der ins Rotlicht-Milieu verwickelt war: "Maria und ich hatten unabhängig voneinander einen Artikel zu dem Thema gelesen und haben uns dann per SMS darüber verständigt", berichtet Granderath. Furtwängler, frisch von der Bambi-Verleihung aus Düsseldorf eingeflogen, ergänzt: "Ja, und dann war auch relativ schnell klar, dass dies Stoff für eine Lindholm-Doppelfolge sein würde."
Ein Tatort über zwei Teile: Dies ist für den in Hannover situierten TV-Krimi eine Premiere. Drehbuchautor Stefan Dähnert sieht die Doppelfolge als Chance, die Geschichte breiter anzulegen und entsprechend tiefgründiger erzählen zu können. Dabei sei ihm jedoch auch wichtig gewesen, "dass jeder Teil auch für sich funktioniert." Immer wieder habe Maria Furtwängler, die sich privat schon lange mit dem Thema Zwangsprostitution beschäftigt und entsprechend engagiert, ihm die Feder geführt. "Das war großartig, wie wir gemeinsam immer wieder Szenen neu gestaltet und umgeschrieben haben", sagt er und lobt die aktive Auseinandersetzung Furtwänglers mit der TV-Kommimssarin: "Toll, wie viel Lebendigkeit zwischen Lindholm und Dir passiert."
Furtwängler, die bereits seit zehn Jahren Charlotte Lindholm verkörpert, will, wie gerade bekannt wurde, künftig nur noch einen Tatort pro Jahr drehen. Grund sei der Wunsch, sich auch anderen Filmprojekten zu widmen, etwa einer Produktion über die Regisseurin Leni Riefenstahl. An ein Ende der Ära Lindholm sei jedoch noch lange nicht zu denken. Im Gegenteil: "Während dieser Doppelfolge habe ich mich neu in Charlotte verliebt", sagt sie. Diese werde bei den Ermittlungen, die parallel zu einer privaten Liebesgeschichte laufen, fundamental in ihrem Frausein erschüttert. Entsprechend wichtig sei die Frage, wie es um die Rolle der Frau bestellt sei. "Was ist Weiblichkeit wert? Wie wird damit umgegangen?", seien Punkte, die diskutiert werden müssten in einer Gesellschaft, in der sich feine Herren unwissende Mädchen zum Nachtisch servieren lassen und sie anschließend wie Müll wegwerfen.
Furtwängler spielt bereits seit zehn Jahren Charlotte Lindholm und hat insgesamt 18 Tatorte produziert. Doch im kommenden Jahr will sie nur noch einen pro Jahr drehen. An ein Ende der Ära Lindholm sei jedoch noch lange nicht zu denken. Im Gegenteil: "Während dieser Doppelfolge habe ich mich neu in Charlotte verliebt", sagt sie
Wegwerfmädchen
... war für mich der packendste Tatort überhaupt. Ich habe mit die 2 Sendungen aufgenommen und konnte sie nur in verträglichen Portionen ansehen, so spannend habe ich sie empfunden. Die Episode in... [mehr]
Frau Lindholm ist eine gute Kommisarin. Schade abr, dass Sie sicxh für einen Zweiteiler hregibt. Eine Bitte an die Tatort Macher: Nie wieder Mehrteiler - das geht gar nicht. Einfach so. Der Tatort... [mehr]
ich finde es gut, dass sie beim tatort bleibt. sie ist eine tolle kommissarin. [mehr]
einmal das reicht, den Rest des Jahres kann Sie sich ja der Burda Familie widmen [mehr]